Zu wenig Liebe?


Maria weiß, dass sie ihren Eltern nicht wirklich willkommen war. Sie hat sich immer nach mehr Liebe von ihnen gesehnt. Bekommen hat sie nie genug. Vor allem nicht in ihren Beziehungen. Es gab immer ein Ungleichgewicht des Geben und Nehmens. Und Maria war immer die, die nehmen wollte, die bedürftig war nach dem, was der andere ihr geben sollte. Wie man sich leicht ausmalen kann, funktioniert das nicht.
Beim Betrachten der beiden Bilder kam uns der Gedanke, dass die Personen auf der Kelche II ihre Kleider ausgezogen haben und nun nackt dastehen. Das führte zu der Erkenntnis, dass Maria sich die „nackten Tatsachen“ anschauen sollte. Was sie selbst dazu beiträgt, dass sie nicht das bekommt, was sie möchte und vom Partner oder auch von anderen Menschen erwartet.

 

Das Annehmen des anderen, so wie er/sie ist, ist eine gewaltige Aufgabe. Was uns doch so alles an anderen stört! Maria sah sich in ihrer Kindheit vielen Verhaltensanfoderungen ausgesetzt, die sie nicht erfüllen konnte. Sie hat daraus den Schluss gezogen, dass sie nicht ganz in Ordnung ist. Sie ist bis heute mit sich nicht zufrieden. Sie  möchte immer anders sein, besser aussehen oder mehr leisten…..
Was wunder nimmt sie die „Mängel“ anderer deutlich wahr, woraus sich dann die Konflikte speisen, die sie mit anderen Menschen hat.
Der Gehängte lädt Maria dazu ein, sich ihre „nackten Tatsachen“ anzuschauen: Was bleibt, wenn sie alle Anforderungen an sich selbst fallen lässt? Wer ist sie – ohne diese negativen Gedanken über sich selbst? Kann sie das was sie dann sieht annehmen? Kann sie sich so annehmen wie sie ist? Kann sie sich vielleicht sogar selbst die Liebe geben, die sie immer wieder schmerzlich von außen vermisst?
Das ist gewiss sehr schwer, aber Maria kann anfangen, darüber nachzudenken.

Liebe ist eine große Kraft. die größte, die es im Universum gibt. Die Frau auf dem Bild hat sich mit ihrer Kraft verbündet. Mit der Kraft der Liebe zu sich selbst würde Maria die Liebe nicht mehr bei anderen suchen. Sie würde sie anderen geben.

 

 

 

Die Karte führt Maria zurück zu ihrer Zeugung. Wie schon gesagt, ist sie in dem Gefühl aufgewachsen, nicht willkommen zu sein. Ihre Zeugung ist passiert und war nicht geplant. Aber was tun damit heute? Was tun mit dem Gefühl, nicht genug geliebt worden zu sein?
Wir schauen uns nochmal den Gehängten an. Er rät Maria dazu, einen Wechsel ihrer Perspektive vorzunehmen, die Dinge mal auf den Kopf zu stellen und eine neue Sichtweise  zu wagen.

Ich bitte Maria, alle ihre negativen Gedanken aufzuschreiben, ihr zu all dem einfallen, worüber wir gesprochen haben. Beim nächsten mal werden wir damit weiter arbeiten.

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