Das Labyrinth


labyrinthLabyrinthe üben eine große Faszination auf mich aus. Kaum treffe ich irgendwo auf ein begehbares Labyrinth, bin ich schon darin unterwegs. Damit bin ich nicht allein. Ein sehr bekanntes Labyrinth ist das in der Kathedrale in Chartres. Dazu möchte ich ein Erlebnis erzählen: Auf einer Urlaubsreise waren wir einige Tage in Chartres und haben uns jeden Tag eine zeitlang in dieser beeindruckenden Kathedrale aufgehalten. Zu meinem großen Bedauern war das berühmte Labyrinth mit Stuhlreihen zugestellt. Ich wäre so gerne die ganzen Windungen bis in die Mitte gegangen. Dann beschlossen wir, am anderen Morgen weiter zu reisen. Als ich morgens aufwachte, hatte ich plötzlich den drängenden Wunsch, nochmal in die Kathedrale zu gehen. Ich wusste nicht, was ich da eigentlich wollte.
Ich habe also den ganzen Betrieb aufgehalten. Wir haben die Abreise verschoben und sind in die Kathedrale gegangen. Und – ich konnte es nicht fassen: Die Stühle waren weggeräumt worden und das Labyrinth lag frei und begehbar da. Jetzt wusste ich es. Es war ein schönes Erlebnis, dem langen Weg durch alle Windungen zu folgen und in der Mitte anzukommen. Und dann nach einer Zeit des Verweilens den Rückweg zu nehmen.
Gerne denke ich daran zurück.
Labyrinthe gibt es in vielen Kulturen und zu allen Zeiten. Bekannt ist der griechische Mythos von Theseus, der in der Mitte des Labyrinths den Minotaurus tötet und am Faden seiner geliebten Ariadne den Weg zurück findet. Darüber demnächst mehr und über die Frage, welche Bedeutung der Ariadnefaden eigentlich hat.
Ursula

 

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