Die Deutung eines Großen Tarot-Blattes


Es ist eine interessante Sache, mit den Karten mal ganz anders zu legen als ich das gewohnt bin. Zwei Große Blätter habe ich inzwischen gedeutet, mit aktiver Beteiligung der jeweiligen Fragestellerinnen. Ich kenne die beiden schon lange und auch ihre Geschichte. Das macht die Deutung leichter.
Das vorliegende Blatt habe ich mit Svenja gelegt. Ihr Thema hier ist die Frage, ob sie nochmal einen Partner kennenlernen kann.

Wir haben uns dann Reihe für Reihe durch das Blatt gearbeitet. Als Signifikator tauchte als erstes die Hohepriesterin auf. Die haben wir uns zum Schluss angeschaut.

Hier nochmal die Reihe 1:

Die 1. Reihe gibt Aufschlüsse über die Vergangenheit. Sie zeigt Erfahrungen, Erlebnisse, Gedanken und Gefühle, die im Leben der Fragenden eine wichtige Rolle (bezogen auf die gestellte Frage) gespielt haben.
Svenja hat jung geheiratet und sich nach einigen Ehejahren wieder von ihrem Mann getrennt (Kelche X, Tod). Der Wunsch nach einer harmonischen und dauerhaften Ehe und einem glücklichen Familienleben hat sich nicht erfüllt ((Kelche X, Tod). Aus der Ehe hat sie einen Sohn. Sie ist als Mutter aus dieser schwierigen Ehe hervorgegangen (Herrscherin).
Bald nach der Trennung von ihrem Ehemann lernt sie ihre große Liebe kennen (Der Wagen). Mit diesem Mann kann sie in eine erfreulichere Zukunft aufbrechen. Auch ihre Weiblichkeit (Herrscherin) erblüht. Es ist wie eine Auferstehung aus einer schwierigen Zeit, ein froher und glücklicher Neuanfang (Gericht, Die Sonne). Aber das Rad des Schicksals dreht sich weiter. Nach langen Jahren beendet der Partner die Beziehung.Wieder muss Svenja das auf und ab, das Werden und Vergehen des Lebens erfahren.
Wir werden sehen, ob die Erfahrungen der Vergangenheit noch wirksam sind und vielleicht einer neuen Beziehung im Wege stehen. Das ist insofern spannend, da dieser Partner trotz der Trennung lange lange noch Svenjas große Liebe blieb.
Bald geht es weiter mit der Reihe 2.

 

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Frösche


Die Karten lassen wirklich nicht alles mit sich machen. Eigentlich wollte ich eine kleine Legung zu meiner neuen Rolle als Großmutter machen. Während ich die Karten gemischt habe, ging mir noch etwas anderes durch den Kopf – und was passierte: Die Themenkarte zeigt genau dieses Thema an. Man sollte doch gedanklich bei dem sein, was man tut.
Nächster Versuch. Man glaubt es nicht, was da für Karten kamen. Auch die hatten nicht das geringste mit dem Thema Großmutter zu tun. Natürlich habe ich mir das genau angesehen. Es passte einfach nicht.
Wie kann das sein? Ich habe das schon früher erlebt. Wenn ich Karten zu einem Thema ziehe, zu dem ich nicht wirklich eine wichtige Frage habe, zeigt der Tarot völlig absurde Karten. Die Antwort des Tarot lautet:
Frag doch nicht so dämlich, du weißt doch was du zu tun hast.
Stimmt!
Deshalb gibt es keine Legung. Stattdessen zeige ich euch Frühlingsboten der besonderen Art, aufgenommen beim Sonntagsspaziergang um den Großensee.

 

Meine Tageskarte


Großmutter bin ich geworden, sogar Zwillingsgroßmutter. Die Babys sind unaussprechlich anrührend. Ich würde sie gerne jeden Tag sehen. Aber das geht nicht. Ich muss mich schon ein bisschen in Geduld üben und es mal langsam angehen lassen. Sie laufen mir schon nicht weg, die Kleinen. Nächste Woche klappt das ja wieder.
Der Kelch-Ritter, den ich heute als Tageskarte gezogen habe, rät mir zur Geduld. Er hat es nicht eilig, weil er weiß, dass er zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein wird. So wird es auch bei mir sein. Ich werde die Babys genau zum richtigen Zeitpunkt wieder sehen.
Es geschieht alles zum richtigen Zeitpunkt. Obwohl es uns oft nicht so vorkommt, gibt es in Wahrheit keinen falschen Zeitpunkt.
Vielleicht musst du auch bei irgendwas auf den richtigen Zeitpunkt warten.Der Ritter der Kelche unterstützt uns dabei.

Legemuster: Großes Tarot-Blatt


Beim letzten Karten-Stammtisch hat mich ein Teilnehmer auf das folgende Legemuster aufmerksam gemacht. Ich nenne es: Großes Tarot-Blatt. Er hatte das in einem kleinen Buch* gefunden, das ich mir dann sofort bestellt habe.Dort heißt es Zigeunerlegung. Das Buch ist anscheinend nur noch antiquarisch zu bekommen. Ich habe schon gehört, dass manche Tarot-BeraterInnen mit einem großen Blatt arbeiten, habe aber bislang keine Anleitung dazu gefunden. Ich stelle dir dieses Legemuster nun schrittweise vor, sodass du damit arbeiten kannst:
1. Aus dem Tarot-Deck werden die 22 Karten der großen Arkana herausgesucht.
2. Die 56 Karten der kleinen Arkana werden gut gemischt und 20 Karten von oben her abgezählt.
3. Die 22 Karten der großen Arkana und die 20 Karten der kleinen Arkana werden nun gründlich gemischt. Wenn du das Blatt für eine ratsuchende Person auslegst, mischt diese die Karten selbst.
4. Die Karten werden nun mit dem Bild nach unten in 6 Stöße zu je 7 Karten eingeteilt:
5. Die Stöße werden jetzt einer nach dem anderen der Reihe nach mit dem Bild nach oben von rechts nach links ausgelegt. Das sieht dann so aus:
Du kannst auch zunächst nur die oberste Reihe offen auslegen und die anderen verdeckt lassen. Das wirkt weniger verwirrend.
6. Jetzt wird der Signifikator ausgewählt. Ist der Fragende männlich, wird er durch den Narr, den Magier oder den Herrscher repräsentiert. Bei einer weiblichen Fragenden sind es der Narr,
die Hohepriesterin oder die Herrscherin.
Die Karte, die beim Auslegen als erste der jeweils 3 möglichen erscheint, wird herausgenommen und rechts neben oder über das Blatt gelegt. Den frei gewordenen Platz ersetzt man durch die
oberste Karte der übrig gebliebenen Karten der kleinen Arkana.
7. Und nun geht es ans Deuten der einzelnen Reihen.
Hierzu eine Anmerkung: Ich habe das Tarot-Blatt mit einer Freundin gemacht. Dabei habe ich ohne nachzudenken von links nach rechts gedeutet. Die Karten lagen
auch so, dass das Sinn ergeben hat. Man muss das für sich entscheiden.
Reihe 1 gibt Aufschlüsse über die Vergangenheit. Sie zeigt Erfahrungen, Erlebnisse, Gedanken und Gefühle, die im Leben der Fragenden eine wichtige Rolle (bezogen auf die gestellten
Frage) gespielt haben.
Reihe 2 beschreibt die Gegenwart des zur Frage stehenden Themas. Alles, was die Fragende zur Zeit bewegt, wird hier abgebildet.
Reihe 3 zeigt Einwirkungen von außen, gesellschaftlichen Druck, beruflichen Stress und dergl., die der Fragende wenig oder nicht beeinflussen kann.
Reihe 4 eröffnet die nahe Zukunft. Zusammen mit den Ergebnissen und Erkenntnissen aus den ersten 3 Reihen sehen wir hier Tendenzen, denen der Fragenden in nächster Zeit begegnet.
Reihe 5 zeigt die Zukunftsmöglichkeiten hinsichtlich dessen auf, was der Fragende selbst tun kann, um Unannehmlichkeiten zu vermeiden und die zukünftige Entwicklung seines Themas den
eigenen Vorstellungen gemäß zu gestalten.
Reihe 6 zeigt das Ziel und das Ergebnis. Beide stimmen nicht immer überein. Wir sehen hier, welches Ergebnis der Fragende erreichen wird und erreichen kann.

Na, dann mal los! Viel Spass mit diesem tollen Legemuster und gute Erkenntnisse wünscht dir

 

 

* Edwin J. Nigg „Wahrsagen mit Tarot-Karten“, Falken-Verlag

Das Chorprojekt


Gerne singe ich in der St. Pauli-Kirche im Projektchor mit. Dieser Chor trifft sich auf Einladung der Kantorin ca. 3 mal im Jahr. Zuletzt wurde für ein Benefizkonzert für die Obdachlosenzeitung Hinz und Kunzt am 19.11.2017 geprobt. Da kamen über 100 Sängerinnen und Sänger zusammen. Man kann nur teilnehmen, wenn man an den allermeisten Proben dabei ist. Das macht ja auch Sinn. Am vergangenen Sonntag war also eine 2 1/2-stündige Probe angesetzt, an der ich sehr gerne teilnehmen wollte.
Es ist Sonntag Vormittag und ich weiß immer noch nicht, ob ich es mir leisten kann, nach Hamburg zur St. Pauli-Kirche zu fahren. Es geht  mir nämlich nach der Grippe noch immer nicht wirklich gut. Ich möchte ja keinen Rückfall riskieren. Das geht eine Weile hin und her: Ich fahre hin, das wird schon gehen und ich will es unbedingt – einerseits. Das ist total unvernünftig – andererseits.
Aber wozu hat man denn Tarotkarten!
Diese Karten habe ich gezogen:
In der Mitte das Thema: Der Bube der Kelche. Er schaut sich an, was ihn nährt. Ich möchte herausfinden, was gut für mich ist.
Rechts: Was geschieht, wenn ich zur Chorprobe fahre?
Links: Was geschieht, wenn ich zuhause bleibe?
Zunächst hatte ich nur jeweils eine Karte je Seite gezogen, also den Stern und die Münzen III. Das fand ich aber unklar und so habe ich auf jede Seite eine weitere Karte angelegt, die Münzen V und Die Welt.
Was denkst du wohl? Bin ich hingefahren oder zuhause geblieben? Natürlich letzteres. Einen Münzen V-Zustand wollte ich wirklich nicht herausfordern. Auch wenn der Stern mir zunächst eine spielerische Freude verspricht. Aber was kommt danach? Das wollte ich nicht ausprobieren. Da wollte ich doch lieber fleißig an der Wiederherstellung meiner Kräfte arbeiten (viel Ruhe, spazieren gehen, ein bisschen was tun – im Wechsel).
Wenn ich die Wahl habe zwischen der Welt und der Münzen III, dann ist klar, wofür ich mich entscheide.
Leider kann ich jetzt nicht mehr beim Chorprojekt für Gründonnerstag und Ostern mitsingen, da ich insgesamt zu oft gefehlt habe. Macht nichts. Die Gesundheit geht vor.

 

 

 

Winterblume


Die Eisblume – ein seltenes Gewächs. In unseren Zeiten der Doppelt- und Dreifachverglasung blüht sie sehr im Verborgenen. Ich musste nicht weit gehen und fand sie ganz in meiner Nähe. Außerdem fand ich im Garten Schneeglöckchen und die kleinen gelben Winterlinge.
Ich freue mich, dass wir wenigstens 2 – 3 Wochen richtigen Winter gehabt haben.

Im nächsten Beitrag zeige ich eine kleine Legung, die ich zu einer kleinen Entscheidung gemacht habe.