Märchen vom Tod

15. Februar 2017 § Hinterlasse einen Kommentar


harfenspielerDas ist der Märchenerzähler und Harfenspieler Jörn-Uwe Wulf. Ich kenne ihn schon sehr lange. Manchmal treffe ich ihn auf dem Bahnsteig und dann unterhalten wir uns angeregt während der Fahr in die Stadt. Zu Weihnachten hat mir eine Freundin das Buch geschenkt, das er zusammen mit seiner Frau herausgegeben hat. Es heißt „Der Tod im Pflaumenbaum – Märchen vom Leben“. Es enthält Märchen aus aller Welt. Sie stammen aus Jörn-Uwes über 1000-bändigen Märchenbibliothek und handeln von Tod und Vergänglichkeit, von Übergängen und von den Menschen die auf ihre je eigene Weise mit der eigenen Endlichkeit umgehen. Diese Märchen erzählt er auch bei Spaziergängen über den Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg. Ab April geht es wieder los. Hier seine Termine:  http://www.maerchenraum.de/Maerchen-Joern-Uwe-Wulf/Termine.htm

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Aber zurück zum Tod im Pflaumenbaum. Der Tod wurde von einer alten Frau im Pflaumenbaum festgehext. Er sitzt fest und kann nicht über die Erde wandern und seine Arbeit verrichten. ‚Was passiert? Es beginnt eine schlimme Zeit auf Erden.Todkranke und Leidende können nicht sterben. Lazarette und Krankenhäusern sind überfüllt, Alte können nicht gehen. Immer mehr Menschen sammeln sich vor dem Tor an und flehen die Alte an, den Tod freizuhexen. Als sie es schließlich tut, geht alles wieder seinen Gang und der Tod kann wieder alle mitnehmen, deren Ende gekommen ist. Das Märchen endet mit folgender Weisheit: „Und wir, die wir noch hier sind? Wissen einmal mehr, warum es den Tod auf Erden geben muss.“
Ein weiteres Märchen behandelt einen anderen Aspekt der Notwendigkeit des Todes, besonders des eigenen Todes. Ein König bekommt einen Trank angeboten, der ihn unsterblich machen soll. Zum Glück trinkt er ihn nicht einfach unbesonnen, sondern befragt einige Leute, ob er diesen Trank zu sich nehmen sollte. Die beiden ersten schildern ihm in buntesten Farben, welche Macht, welchen Reichtum, welches Glück er gewinnen kann, wenn er unsterblich ist. Zuletzt fragt er einen Bauern. Der führt ihm vor Augen, wie über die Zeiten alle, die er liebt, sterben und ihn zurücklassen. Er muss sich immer wieder eine neue Frau nehmen und Kinder und Enkel bekommen. Aber alle, Familienmitglieder und Freunde, sterben irgendwann und er lebt immer noch. Als er diese wahrhaft grausige Folge der Unsterblichkeit bedenkt, schleudert er den Becher mit dem Unsterblichkeits-Trank weit von sich. Dieses Märchen hat mich sehr berührt. Ich finde es viel schlimmer, jemanden zu verlieren, der mir lieb ist, als selbst zu sterben.
Da ich das Buch noch nicht zu Ende gelesen habe, kann es sein, dass ich noch mehr Interessantes über den Tod erfahre. Wenn ich es nicht schon geahnt hätte, wüsste ich es jetzt ganz sicher: Ohne den Tod ist kein Leben möglich.

Ursula

Anmerkung: Du siehst, ich mache gerne ein bisschen Werbung für Jörn-Uwe, obwohl er es nicht wirklich nötig hat.Er freut sich aber trotzdem darübe – hat er gesagt..
Wenn du dich für das Buch interessierst, kannst du es direkt bei ihm beziehen:
https://shop.strato.de/epages/64921549.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/64921549/Categories/ContactForm

Der Tod von Mellenthin

2. Februar 2017 § Hinterlasse einen Kommentar


In der alten Dorfkirche von Mellenthin auf Usedom habe ich ein Bild vom Tod gefunden, das mich sehr beeindruckt hat. Ich kann es aus zwei Gründen nicht zeigen. 1. darf ich es nicht und 2. finde ich es nicht mehr in meinen Bilddateien. Das ist ein Grund, bei Gelegenheit mal wieder nach Usedom zu fahren. Das Bild befindet sich in einer der Kassetten der Orgelempore.
Der Tod hat einen Vogelkäfig in der Hand. Das Türchen ist geöffnet und der kleine Vogel ist aus dem Käfig geflogen und schwingt sich in die Höhe.
Welch eine starkes Bild! Der Tod als Befreier der Seele aus dem Käfig des irdischen Daseins. Die Seele ist nun frei von den Fesseln der materiellen Welt und kann sich ungehindert aufschwingen. Diese Darstellung symbolisiert den tatsächlichen Tod, aber auch jede Art von kleinem und größerem Tod, durch den wir im Leben bereits gehen müssen. Es gibt tausend Tode in unserem Leben. Ich kann sie nicht annähernd aufzählen. Der Tod ist in allem präsent, wo etwas zu Ende ist.
Meistens mögen wir das nicht, was passiert. Aber eins erscheint mir sicher: Jeder Tod ist ein Akt der Befreiung. Wir haben vielleicht etwas wichtiges gelernt, vielleicht haben wir etwas losgelassen oder eine neue Tür hat sich geöffnet. Immer wieder ist das Türchen des Käfigs aufgegangen. Natürlich können wir auch im Käfig sitzen bleiben. Niemand zwingt uns, hinauszufliegen. In jedem Fall öffnet der Tod das Türchen und wir bekommen eine Chance.
Im vergangenen Herbst, als noch die Karte Der Gehängte aktiv war, die Karte Tod sich aber sicher bereits angekündigt hat, musste ich etwas aufgeben. Das ist mir nicht leicht gefallen. Inzwischen habe ich aber gemerkt, dass ich in meinem Leben jetzt viel mehr Luft habe. Es ist Ruhe eingekehrt und ich genieße das. Ein kleiner Tod.
Im Tarot befindet sich der Tod nicht am Ende der Großen Arkana, sondern inmitten des Weges. Es lohnt sich, den Tod bei seiner Arbeit in unserem Leben zu beobachten und die Chancen zur Befreiung wahrzunehmen. Auch wenn wir erst mal nicht bereit sind, den Blick auf das Neue zu richten und die Befreiung zu fühlen und wertzuschätzen.

© Königsfurt Urania

© Königsfurt Urania

Auch das Bild der Tarotkarte zeigt den Tod als Befreier. Durch die beiden Säulen, die für die Polarität des Lebens stehen, erhalten wir einen Ausblick auf das, was uns nach dem Tod erwartet. Gemeint ist hier wahrscheinlich der leibliche Tod, da in diesem Fall erst der Fluss Lethe überquert werden muss. Allerdings sehe ich das nicht so eng und denke, dass es auch für die kleinen Tode unseres Lebens gültig ist.

Ursula

 

 

 

Ein Weg zur Deutung der Jahreskarte

24. Januar 2017 § Hinterlasse einen Kommentar


© Königsfurt Urania

© Königsfurt Urania

Schon manchmal habe ich über das intuitive Schreiben berichtet. Ich habe es eingesetzt, um meine errechnete Jahreskarte näher zu ergründen. Es hat aber eine zeitlang gebraucht, ehe ich den Mut aufgebracht habe, den Tod zu befragen. Aber dann war es doch soweit. Ich habe mir abends Heft und Stift bereitgelegt und ein paar Kerzen angezündet. Ein paar Atemzüge, ein Moment der Stille und Konzentration und dann habe ich den Tod befragt, was er mir über seine Bedeutung für das kommende Jahr sagen möchte. Ich habe nicht darüber nachgedacht, sondern sofort angefangen zu schreiben, was auftauchte. Und zwar alles, ohne jegliche Kontrolle.
Der Tod hat mir unter anderem gesagt, dass es in meinem Leben einige Veränderungen geben könnte. Wie ich die finde, hängt von meiner Bewertung des Geschehens ab. Das wir nötig sein, um mich auf meinem Weg weiterzubringen. „Ich bin sanft zu dir. Ich mache dich lebendiger, obwohl ich der Tod bin. Denn alles, was ich tue, dient der Befreiung…“
Es ist müßig, darüber zu grübeln, woher diese Botschaften eigentlich kommen. Ich bleibe da auf dem Teppich und sage, sie kommen aus mir selbst. Sie werden durch die Situation des intuitiven Schreibens aus mir befreit. Aber wie auch immer du das sehen willst, probiere es aus. Es bringt dich deiner Karte ein Stück näher.

 

 

 

Tageskarte

15. Januar 2017 § Hinterlasse einen Kommentar


© Königsfurt Urania

© Königsfurt Urania

Er sitzt inmitten üppiger Natur. Seines Zeichens gemäß tut er nichts. Er ist einfach. Er ist nicht irgendetwas bestimmtes, kein Adjektiv, keine Beschreibung, keine Zuschreibung kann ihn ganz erfassen. Er ist. Es gibt seltene Momente, wo ich mich so fühle. Wo ich einfach bin. Zugegeben sehr selten. Aber ich weiß, wie es sich anfühlt. Es ist ein Zustand, in dem ich mit mir selbst eins bin. Die Stierköpfe an seinem Thron, dessen eckige Armlehne und vor allem die Münze weisen ihn als den Erd-König aus. In den kabbalistischen 4 Welten befindet sich der König in der obersten Welt, also auf der Ebene des Feuers. Als Erd-König ist er in Verbindung mit dem Feuer der Erde. Unter ihm brodelt die Magma.
Was könnte mir der König der Münzen denn für den Tag mitgeben? Ach ja, ich weiß schon! Heute Abend bin ich bei einem Event, wo ich mich sonst immer über einiges aufrege, ohne es wirksam beeinflussen zu können. Es ist viel besser, Ruhe zu bewahren und im Bewusstsein meines Feuers einfach zu sein.

Ursula

 

Die Jahreskarten

8. Januar 2017 § Hinterlasse einen Kommentar


Das neue  Jahr ist noch ganz frisch und es ist noch nicht zu spät, sich die Karten für 2017 anzuschauen. Es gibt da verschiedene Herangehensweisen. Ganz allgemein und unpersönlich steht das Jahr 2017 unter der Energie des Schicksalrades (2017 = 2 + 0 + 1 + 7 = 10 = Rad des Schicksals). Das betrifft erst mal den allgemeinen lauf der Dinge, hat aber natürlich auch Auswirkungen auf unser persönliches Leben.
Armin Denner sagt, dass das Jahr am 1.1. Geburtstag hat und rechnet so:  1 + 1 + 2 + 0 + 1 + 7 = 12 = Der Gehängte. Wie das oft so ist bei der Numerologie, man muss sich entscheiden. Es ist auch nicht auszuschließen, dass beides richtig ist. Sicher kannst du im Lauf des Jahres Belege für beide Karten finden.
Jetzt soll es aber um die persönlichen Jahreskarten gehen und ich berechne das so, wie Mary Greer es in ihrem Buch „Tarot-Konstellationen“ vorschlägt. Und das geht so:
Dein Geburtstag + dein Geburtsmonat + das lfd. Jahr rechnest du zusammen wie das Beispiel zeigt und ziehst daraus die Quersumme.
Zu der Karte aus den Großen Arkana kommen noch die aus den Kleinen Arkana hinzu. Hast du z.B. die Karte 9 = der Eremit, legst du die 4 Karten mit der Zahl 9 dazu. In unserem Beispiel ziehst du aus der 12 nochmals die Quersumme (also wenn die Zahl größer ist als 10) und suchst die 4 Karten mit der Zahl 3 heraus.
Angenommen, du hast die für das Jahr 2017 schon eine Karte gezogen und es wäre z.B. die Kelche II, ergibt sich folgendes Kartenbild:

© Königsfurt Urania

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© Königsfurt Urania

© Königsfurt Urania

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© Königsfurt Urania

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Für mich steht die Karte, die ich errechnet habe, im Mittelpunkt. Hier ist das Der Gehängte. Ich schaue zuerst mal, welche Themen diese Karte enthält und welche davon auf mich zutreffen könnten. Dann ziehe ich die gezogene Karte hinzu (hier die Kelche II). Die Kleinen Arkana lege ich in verschiedener Reihenfolge aus und schaue, welche Geschichten sie mir zu der errechneten Karte erzählen.
Übrigens den Gehängten hatte ich im vergangenen Jahr und ich weiß im nachhinein, was er für mich zu bedeuten hatte. Es ist schon sehr spannend, am Ende des Jahres auf das zu schauen, was gewesen ist und es mit den Karten des abgelaufenen Jahres in Verbindung zu bringen. Nun habe ich den Tod. Ich bin gespannt.

Ursula

 

Ein friedvolles neues Jahr

1. Januar 2017 § Hinterlasse einen Kommentar


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Viele viele Menschen waren am Hamburger Hafen, um den Jahreswechsel mit dem Silvester-Feuerwerk zu begehen. Es war ein friedliches Ereignis. Lediglich die Präsenz der Polizei ließ einen daran denken, dass es auch sehr wenig friedlich zugehen kann. Dennoch, es war wieder wunderschön. Wir haben das neue Jahr mit dem Sekt und den Berlinern aus dem Rucksack begrüßt. Ich wünsche euch allen und mir selbst in erster Linie

                                                                                                           Frieden!

Liebe Leserinnen und Leser, denkt daran: Der Frieden in der Welt beginnt mit dem Frieden im eigenen Herzen!

Ursula

Anmerkung: Vielleicht habt ihr bemerkt, dass ich mir nach 460 Beiträgen eine kleine Weihnachtspause genehmigt habe. Zum neuen Jahr geht es weiter. Ich hoffe, dass ich viele gute Ideen haben werde, worüber ich gerne schreiben möchte. Ihr könnt mir gerne auch Vorschläge und Wünsche zukommen lassen.

 

 

Eine Tageskarte

3. Dezember 2016 § Hinterlasse einen Kommentar


© Königsfurt Urania

© Königsfurt Urania

An die Arbeit! Hier wird alles praktisch umgesetzt. Man kann das Ergebnis sehen, anfassen oder auch deutlich fühlen – je nachdem, was das manifestiert werden will. Heute ist der Tag, an dem die Entscheidung fallen kann, ob ein schon länger vor sich hin schwelendes Projekt aus der Latenz heraustreten und sich verwirklichen soll. Das kann ein äußeres Vorhaben sein, ein zwischenmenschliches oder ein seelisches. Ich weiß jedenfalls, was ich zu tun habe. Und dabei brauche ich auch andere Menschen, die mir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Also, an die Arbeit!

 

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