Worauf man so achten muss bei einer Legung


Immer wieder fällt es mir auf: Besonders Menschen mit weniger Erfahrung mit dem Kartenlegen fällt es schwer, die Struktur einer Legung im Auge zu behalten. Zum einen geht gerne einmal die Frage verloren, zum anderen geraten die Positionen, auf denen die einzelnen Karten liegen, aus dem Blick.
Es ist gut, am Beginn einer Legung – für einen selbst oder für andere – die Frage zu formulieren und aufzuschreiben. So kann man währenddessen mal einen Blick darauf zu werfen und am Ende fragen: Welche Antwort habe ich auf meine Frage habe ich erhalten?
Bei einer Legung liegt in der Regel jede Karte auf einer bestimmten Position. Es kann hilfreich sein, die Positionen der einzelnen Karte auf einen Papierstreifen zuschreiben und unter die jeweilige Karte zu legen. Bei der folgenden kleinen Legung sind das
1. Das ist das Thema
2. Davor wird gewarnt, darauf sollte ich achten
3. Das unterstützt mich
Ich habe sie mit Dorothea zu Jahresbeginn gemacht. Doro hat ein Geschäft, das ihren Einsatz erfordert. Ihre Frage ist: Welches Thema ist im neuen Jahr wichtig? Sie zieht folgende Karten:

Warnung

Thema

Unterstützung

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Thema: Die Karte in der Mitte, die Münzen II, zeigt, was Doro sich schon am Jahreswechsel vorgenommen hat: Sie möchte mehr Leichtigkeit in ihre Lebensführung und ihren Beruf bringen. Das ist ihr ein wichtiges Anliegen, wenn sie sich nicht völlig fertig machen möchte. Sie möchte das was sie zu tun hat, tun, ohne sich ständig innerlich gehetzt und unter Druck zu fühlen. Dazu besteht kein Anlass. Sie kann ihr Ein-Frau-Geschäft so steuern, dass das möglich ist. Die Figur auf der Münzen II hält die Bälle hoch, aber auch zusammen und kann dabei sogar noch tänzeln. Das Bild gefällt Doro sehr.
Die Warnung: Die Münzen VIII zeigt Doro, wie sie immerzu fleißig arbeitet, obwohl ja schon so viel getan ist. Aber da liegt immer noch etwas herum, was getan werden könnte. Und sie tut es. So möchte sie nicht mehr sein. Das hat sie sich ganz fest vorgenommen. Sie muss aber doch darauf achten, dass sie nicht in dieses Muster zurückfällt.
Die Unterstützung: Die Herrscherin sitzt ganz gelassen da. Sie gönnt sich gerade mal eine Pause, bevor sie ihre Arbeit wieder aufnimmt. Eine gelassene Herangehensweise ist für Doro sehr erstrebenswert. Sie kann alles , was zu tun ist, auch gelassen tun – und ab und zu eine Pause oder auch Feierabend machen.
Im nächsten Beitrag werde ich die Karten auf andere Positionen legen und mal sehen, was dabei herauskommt.

 

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Die Jahreskarten für 2018


Das Ziehen der Jahreskarte in der Silvesternacht oder am 1. Tag des Jahres ist jedes Jahr wieder spannend. Was wir da ziehen, kann uns froh oder nachdenklich stimmen oder auch den Arm anhalten lassen. Dieses Jahr habe ich eine Karte gezogen, die ich ganz gut finde:
Die Karte fordert mich auf, Baustellen und Projekte aller Art zügig anzugehen oder abzuschließen, je nachdem. Also dazu fällt mir schon das eine oder andere ein, wo ich mal mehr Gas geben könnte. Die Stäbe VIII ist eine Karte, bei der es um Schnelligkeit geht. Im Zeichen dieser Karte ist ein schnelles und entschiedenes Handeln erforderlich, solange die Bedingungen günstig sind. Ein zögerlichen Umgang mit den jeweiligen Angelegenheiten ist nicht zielführend.
Sie verheißt aber auch, das gelingen kann, womit man sich bislang schwer getan hat oder was irgendwie trotz allen Bemühens nicht so recht vorankommen wollte. Die Stäbe, die hier voller Energie vorbeifliegen, kommen schließlich auf der Erde an. Nun, ich bin gespannt und werde das meine tun, dass sich das erfüllt.
Dazu passt gut die Karte, die ich aus meinem Geburtsdatum und dem laufenden Jahr errechnet habe. Wenn du das für dich machen willst, schreibst du Tag und Monat deiner Geburt sowie das laufende Jahr untereinander und addierst das: z.B.
25
5
2018  =  2048 = 14 = Mäßigkeit
Wenn du über 22 hinaus kommst, ziehst du die Quersumme.
Auch bei mir ist die Mäßigkeit herausgekommen:
Sie folgt in der Reihe der Großen Arkana auf den Tod, bei dem erst mal was sterben muss, damit etwas Neues geschehen kann. Den Tod hatte ich am Jahr 2017 und musste das eine oder andere loslassen. Nun freue ich mich über die Mäßigkeit. Sie mischt altes Bewährtes, das den Tod überstanden hat, mit neuen Erkenntnissen und Entwicklungen zu einem neuen Ganzen. Links vom Erzengel liegt der Weg zum Ziel. Er führt klar und ziemlich gradlinig dorthin.
Wenn wir von der 14 die Quersumme ziehen, erhalten wir die 5. Ich suche aus jedem Satz der Kleinen Arkana die Karten mit der Zahl V heraus. Ups, das ist ja eine Sammlung. Wie passt das denn  hierhin?
Ich sehe das für mich so: Die ermutigenden Karten, gezogen und errechnet, sollten mich nicht unachtsam machen für Konflikte und Befindlichkeiten, die auftauchen können. Das Leben ist keine rosa Wolke.
Vielleicht weiß ich in ein paar Monaten mehr darüber.
Du kannst mit den Karten der Kleinen Arkana, die bei dir herauskommen, einige Geschichten erzählen
Jetzt bin ich gespannt, was das Jahr so für mich bereit hält.

 

 

Tageskarte +


Richtig, heute früh habe ich mir schon einige trübe Gedanken gemacht in einer Angelegenheit, wo das nun überhaupt nichts bringt. Vielmehr muss ich wohl was tun. Das ist für mich nicht einfach und ich muss mir Unterstützung holen. Aber anstatt das mal zügig anzugehen mache ich mir Sorgen. Das führt wirklich zu nichts. Das sehe ich ein. Soweit so gut – oder auch nicht. Ok. Aber ich möchte doch gerne wissen, was die Karten mir heute dazu noch sagen möchten.

Das sieht nicht nach Aktionismus aus. Eher nach Geduld und Ausdauer. Schnelle Ergebnisse sind nicht zu erwarten. Vielmehr muss eine solide Basis geschaffen werden, auf der die Sache gedeihen kann. Dabei geht es sicher nicht nur darum, die richtigen  Schritte zu tun, sondern auch um meine Einstellung. Weg von den trüben Gedanken hin zu geduldigem Tun.
Die Königin der Münzen ist nicht untätig. Aber sie hat Zeit, die Dinge wachsen zu lassen.

 

 

 

 

Die Macht der inneren Bilder


Wenn wir in die Vergangenheit zurück schauen, sehen wir innere Bilder – schöne Bilder und solche, die uns schwierige Situationen unseres Lebens vor Augen führen. Wir messen diesen vergangenen Situationen, die wir innerlich sehen, Bedeutung für unser heutiges Leben zu. Das ist auch richtig, sind doch alle Erlebnisse in unserem Leben unser Schicksal. Schöne Bilder können uns mit Glück und Freude erfüllen, weniger schöne können dunkle Gefühle hervorrufen. Auch ich habe diese Bilder in mir und sehe die schwierigen mit besonderer Deutlichkeit vor mir. Ich habe mich gefragt, wie ich den Bildern ihre Macht nehmen kann und dazu diese Karten gezogen:

Darum geht es

Es geht darum, die inneren Bilder nicht mehr dem Bedeutungsspektrum der Karte VI – Der Turm zuzuordnen, sondern weiterzugehen zur Karte VII – Dr Stern. Das bedeutet, endlich weich zu landen und spielerisch und leicht mit meinen inneren Bildern umzugehen. Ist der Stern nicht ein Bild der Leichtigkeit und des Spiels? Das kommt mir als erstes in den Sinn, wenn ich in dieser Frage die Karte anschaue.
 

 

 

Wovor die Karten warnen

Der Münz-Bube schaut voller Faszination auf seine Münze. Die Karte rät an dieser Stelle, genau das nicht zu tun. Sie rät davon ab, die schwierigen Bilder immer wieder innerlich anzuschauen, dort hängen zu bleiben und ihnen dadurch Macht zu verleihen.
Ist nicht auch alles Schwierige in unserem Leben das, was uns weiterbringt?

 

 

 

 

Wozu die Karte rät

Der König der Stäbe ist ein stolzer und kraftvoller König. Er herrscht über sein Reich, oder anders gesagt, er ist Herr in seinem Hause. Und genau das will diese Karte hier sagen. Ich bin Herrin in meinem inneren Hause und kann definieren, welche Macht meine inneren Bilder haben und wieviel Realität ich ihnen heute noch zubillige.

Um noch mehr Information zu erhalten, habe ich zum König der Stäbe eine Ergänzungskarte gezogen. Das Motiv des Königs bleibt. Rat: Der König der Schwerter empfiehlt eine distanzierte Betrachtung innerer Bilder. Er rät, sie als das zu erkennen, was sie inzwischen sind, einfach Bilder, die keinen Einfluss auf mein Leben mehr haben müssen.
Es ist also an der Zeit, sie gehen zu lassen.

 

 

Vielleicht magst du zu diesem Thema eine eigene Legung machen. Wer weiß, haben die Karten einen ganz anderen Rat für dich.

Eine Tageskarte


O je, schon wieder diese Karte! Die Münzen V zeigt uns einen Mangel an. Irgendwo haben wir von irgendetwas zu wenig. Mal abgesehen vom Geld kann der Mangel überall liegen. Häufig ist es ein Mangel an Anerkennung, Zuwendung, Liebe. Das sind sehr schmerzliche Gefühle des Mangels und verweisen uns oft sehr weit zurück in die Kindheit. Da kann man schon richtig kalte Füße bekommen.
Aber so schlimm muss es nicht immer kommen. Es können auch weniger dramatische Mangelsituationen angezeigt werden. Mit Sicherheit stimmt irgendwo irgendwas nicht. Dem sollte auf den Grund gegangen werden. Oft gelingt es uns ja, den Mangel zu beseitigen. Oft können wir das von uns als zu leer empfundene Gefäß auffüllen. Manchmal reicht es, unsere Gedanken und Bewertungen zu verändern – und schon ist da kein Mangel mehr.