Mehr zum Pentarot


Die Fortsetzung des Beitrags zum Pentarot hat sich etwas verzögert. Der Tarot hat mich an anderer  Stelle herausgefordert. Die nächste Ausgabe der Tarot Heute ist den Hofkarten gewidmet. Das ist eine sehr gute Idee, da die Hofkarten bei vielen Tarot-Interessierten nicht sehr beliebt sind. Es ist manchmal wirklich nicht ganz einfach, sie in einer Legung zu deuten. Und da habe ich mich hinreißen lassen, dem Aufruf der Redaktion zu folgen und einen Artikel zu schreiben. Im Urlaub hatte ich eine Idee und habe sie eines Nachts, als ich nicht schlafen konnte, umgesetzt. Ich habe mir den Labtop geschnappt und habe mich von 1 – 3 Uhr des nachts an den Campingtisch vor dem Wohnwagen gesetzt – und los gings. Frei von der Leben weg habe ich geschrieben, was mit zu meiner Idee einfiel. Es war ein hartes Stück Arbeit, daraus einen einigermaßen verständlichen Artikel zu machen.
Aber jetzt zum Pentarot:
In der Beratung setzt Frau Ploog die Tarotkarten ein. Zunächst rechnet sie die Quersumme des Geburtsdatums und reduziert sie ggf. auf eine einstellige Zahl. Das ist  die Lebenszahl mit der entsprechenden Karte der Großen Arkana. Häufig zieht sie auch die Karten der kleinen Arkana mit derselben Zahl hinzu, z.B.

 

 

 

Natürlich bieten die Zahlen des Geburtsdatums auf dem Pentagramm vielfältige Möglichkeiten, die Tarotkarten in der Beratung einzusetzen. Das genauer zu erläutern, dazu fehlte die Zeit im Rahmen dieses Vortrags.
Als ich den Bericht über den Vortrag für die Tarot Heute geschrieben habe, wurde mir deutlich, dass mir noch etwas anderes gefehlt hat, nämlich die Bedeutung, die das Pentagramm hat. Ist es wichtig, ob die Zahlen des Geburtstags an einer Spitze oder an einer Schnittstelle stehen, ob sie links oder rechts, oben oder unten sitzen.
Ich habe Karin Ploog angerufen und sie hat mir bestätigt, dass das alles  bedeutsam ist. Ich habe sie gebeten, doch bald mal ein Seminar zum Pentarot anzubieten. Macht sie, aber zunächst ist sie mal wieder von einer Reederei als Kartenlegerin auf einem Kreuzfahrtshiff gebucht worden. Das macht sie schon sehr lang und gern. Wir wünschen ihr viel Freude dabei.
Hier der Link zu ihrer Website:  http://www.karmedial.de/

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Pentarot


Hier siehst du Karin Ploog bei ihrem Vortrag über das (oder heißt es den?) Pentarot am Tarot-Sonntag im Juni diesen Jahres. Da ich in der Tarot Heute über diesen Vortrag berichten sollte, war ich mit erhöhter Aufmerksamkeit dabei. Karin Ploog hat den Pentarot vor vielen Jahren bei einem weisen Mann in Italien kennengelernt. Es gibt kein Buch darüber. Sie erklärt uns wie es funktioniert: Die Zahlen 1 – 10 werden an den Spitzen und an den Schnittpunkten des Pentragramms angeordnet. Die 1 steht ganz oben an der Spitze. Die weiteren Zahlen folgen entgegen dem Uhrzeigersinn. In dieses Schema werden die Daten eines Geburtsdatum eingetragen.
Das wird gleich mit den Geburtsdaten einiger Teilnehmen ausprobiert, auch mit meinem. Ich bin völlig fasziniert davon, wie zutreffend das ist. Ich finde da ein Thema gespiegelt, mit dem ich in meinem Leben viel zu tun hatte, dessen Ursprung ich auch kenne und das sich immer mal wieder zu Wort meldet.
Als Beispiel nehmen wir Corinna, geb. am 22.5.1962. Ihr Pentagramm sieht so aus:
Auf der Position der 2 ist Corinnas Pentragramm gut bestückt. Bei der 2 geht es um Themen wie Urvertrauen, Verwurzelung, geerdet sein. Das ist ein hervorstechendes Thema in Corinnas Leben. Ebenso werden die anderen Zahlen ihres Geburtsdatums gedeutet und zueinander in Beziehung gesetzt.
Hier die Themen der einzelnen Spitzen und Schnittstellen im Pentagramm:
Zu den einzelnen Bedeutungsebenen hat sie einige Fragen aufgelistet, hier z. B. zur 5. Position: Veränderung
♥  Hier geht es darum, Veränderungen positiv zu begegnen
♥  Außerdem fordert uns dieses Feld auf, dass wir uns über unsere niedere Natur erheben
♥  Mögliche Fragen:
–  Wie gehst du mit Veränderungen um?
–  In welchem Bereich solltest du etwas verändern?
–  Welche „Unarten“ solltest du lassen?

An dieser Stelle mache ich mal Schluss und berichte im nächsten Beitrag weiter.

Eine Geburtstagskarte


Gestern Abend bin ich von einer Fahrradtour am Main zurückgekommen. Das Frankenland ist landschaftlich sehr schön und bietet viel, wenn man alte Städte und Dörfer mag. Ich war begeistert über die tollen alten Stadtkerne mit Fachwerkhäusern, Renaisawnce- und Barockbauten. Auch die Wallfahrtskirchen wie Vierzehnheiligen haben es mir angetan. Und nun bin ich wieder zuhause und habe mir gleich – weil ich heute Geburtstag habe – eine Karte gezogen. Ich habe mich in letzter Zeit mit den Hofkarten beschäftigt. Dennoch löst der König der Kelche nicht gerade Begeisterung bei mir aus. Ich mag ihn eigentlich nicht so gerne. Aber in Wahrheit ist es eine gute Karte für mich. Der Kelchkönig schaukelt mit seinem Thron auf den Wellen und es ist doch sehr erstaunlich, dass er nicht mit dem schweren Teil einfach untergeht. Er behält den Kelch und das Szepter in der Hand. Den Kelch füllt er mit seinen Gefühlen, auch denen, die sich nicht so angenehm anfühlen. Mit seinem Szepter regiert er darüber und lässt nicht zu, dass sie ihn herunterziehen. Das ist doch mal ein guter Rat für das kommende Lebensjahr.

 

 

Mehr über denTarot-Sonntag


Im darauffolgenden Vortrag stellte Matthias Höltje wieder Sonette von William Shakespeare vor. Diesmal ging es um die vier Könige, die er den vier Temperamenten nach C.G. Jung zuordnete. Höltje ist Literaturwissenschaftler und Tarotliebhaber. Er hat entdeckt, dass die ersten 78 Sonette von Shakespeare die Tarotkarten behandeln. Dies zeigt er in seinem interessanten Buch „Shakespeare und Tarot“ nachvollziehbar auf. Wenn man sich mit einer Karte intensiver beschäftigen möchte, lohnt es sich, das entsprechende Sonett von  Shakespeare miteinzubeziehen. Es versteht sich, dass er mit dieses Forschungsergebnissen keine akademische Anerkennung erfährt.

 

 

 

 

 

Melinda Cange aus der Schweiz zeigt uns in ihrem Vortrag „Esoterik im Smartphon-Zeitalter“ die vielfältigen Möglichkeiten auf, wie wir als Tarotberater die Menschen digital erreichen können. Ich müsste besser sagen: könnten! Die Zuhörerschaft, etwas älter als die Referentin, verfolgte die Ausführungen interessiert, aber ich gehe davon aus, dass die allermeisten nicht in der Lage sind, so flexibel und multimedial für sich zu werben. Deshalb kann ich den Vortrag auch nicht wirklich wiedergeben.
Hängen geblieben bei mir ist ihre Unterteilung der Menschen in Generationen, je nachdem, mit welcher Technik sie in ihrer Kindheit und Jugend aufgewachsen sind. Sie selbst hatte bereits in der Grundschule einen schuleigenen Computer. Ich hingegen bin mit Schiefertafel, Griffel und Schwamm eingeschult worden. Diese Generation kam schon garnicht mehr vor bei ihr.
Wenn du mehr über Melinda, bzw Mademoiselle Tarot erfahren möchtest, hier der Link:  http://www.changelicious.com

 

In völligem Kontrast dazu klebte Isolde Scheuvens zwei große Papiere mit Tesafilm an ein Flipchart. Es sah wundervoll aus. Der Kontrast löste Heiterkeit aus, aber es war genau richtig so. Es muss wirklich nicht immer Powerpoint sein. Das Thema ihres Vortrags lauteet: „Unerwartete Erkenntnisse im Tarot“.
Frau Scheuvens berichtet über die Arbeit mit einer Gruppe von 4 Frauen, mit denen sie sich über einen Zeitraum von 4 Jahren einmal monatlich getroffen hat. Jede der Frauen hat jedes Mal eine Karte zu einem Thema gezogen. Themen waren z.B. „Wie gehst du mit dem Thema Geschwister um?“ oder „Was sagt dir diese Karte zum Thema Tod?“ Frau Scheuvens hat die Verläufe protokolliert und für uns auf dem Flipchart dargestellt. Sie stellte den Verlauf von zwei Frauen dar, analysierte die Karten nach Großen und kleinen Arkana, nach Elementen und Häufigkeit. Zum Schluss erzählte sie anhand des Kartenbildes die Geschichte der Teilnehmerin. Eine sehr schöne Arbeit und eine gelungene Darstellung.
Leider sind meine Bilder von Frau Scheuvens nichts geworden, so muss es ohne gehen.
Im letzten Vortrag stellte Karin Ploog das Pentarot vor. Darüber möchte ich gesondert berichten.

 

 

 

 

 

Nun aber: Wenn der Topf aber nun ein Loch hat ….


Das Motto des diesjährigen Tarot-Events lautete: Mit Tarot in der Blance bleiben
Dazu hat Annegret Zimmer die Karte Mäßigkeit als Leitbild gewählt und einen Vortrag ausgearbeitet, über den ich auszugsweise berichten möchte.

Fließende Gleichgewichte sind es, die wir bei der Mäßigkeit sehen. Sie wirken überall in unserer erfahrbaren Welt: In den physikalischen Gesetzen der Anziehung zwischen den Elementarteilchen und den Gestirnen, in chemischen und biochemischen Reaktionsgleichgewichten,in der Balance der Ökosytemen und in allen Bereichen der menschlichen Gesellschaft. Diese fließenden Gleichgewichte sind nicht statisch, sondern flexibel und ermöglichen so Entwicklung und Fortschritt. Dem Engel gelingt es mühelos, dieses fließende Gleichgewicht. Wir haben hingegen mehr Mühe damit.
Hier der Link zum Lied:  http://www.volksliedsammlung.de/wenndert.html
Wenn der Kelch aber nun ein Loch hat…., dann wird das Wasser im Kelch ganz allmählich immer weniger. Was macht der Engel dann? Schöpft er Wasser aus dem Teich nach? Oder gießt er immer weiter und stellt das Gleichgewicht auf einem immer niedrigeren Niveau her. Das würde bedeuten, sich in einem Gleichgewicht des Mangels einzurichten. Keine Lösungen mehr suchen, so wie Heinrich den Vorschlägen von Liese hartnäckig ein Aber entgegensetzt. Irgendwann stecken wir damit fest.
Wie weiter nun? Annegret Zimmer berichtet, dass sich ihr das Thema ihres Vortrags über die Mäßigkeit nicht erschließen wollte. Was macht eine Tarotberaterin in diesem Fall? Sie zieht ein paar Karten. An dieser Stelle überspringe ich mal einiges und teile nur mit, dass die gezogenen Karten die Quersumme 5 ergaben.
Der Hierophant ist dann derjenige, der uns unser Feststecken plausibel macht. Er erzählt uns als innere Stimme unsere Glaubenssätze, die uns daran hindern Lösungen zu suchen und zu finden: Das kann ich nicht – andere sind besser, schöner, klüger als ich – das liegt bei uns nicht in der Familie usw. Da hat der Kelch auf jeden Fall ein Loch.
Ich kann aber auch fragen, welchen Sinn die Situation hat, in der ich feststecke.
Dazu hat sich Annegret die beiden Zahlen angeschaut, aus denen die Mäßigkeit besteht: Die 1 und die 4, dem Magier und dem Herrscher:
Zwischen beiden Karten gibt es so etwas wie ein fließendes Gleichgewicht. Die Kräfte und unbegrenzten Möglichkeiten des Magiers und die Strukturiertheit des Herrschers, beides ist vonnöten, um nicht fest stecken zu bleiben.
1 + 4 = 5. Hier sind wir wieder beim Hierophanten (der uns an dieser Stelle sicher besseres erzählt).

Auf der Ebene der kleinen Arkana sieht das so aus. Die Münzen V = Ass der Münzen + Münzen IV. Das Ass zeigt die potentiellen Möglichkeiten. Bei der IV werden die Möglichkeiten kanalisiert.
Beides ist nötig, um aus dem Geichgewicht des Mangels herauszufinden.

Und nun zurück zur Balance.
Die Gerechtigkeit ist eine weitere Karte, die von Balance spricht. Hier sehen wir nicht das abgehobene Gleichgewicht eines Engels, sondern die irdische Gerechtigkeit in Gestalt der Justitia. Hier geht es um Ursache und Wirkung. Die Karte rät, sich selbst gegenüber ehrlich und aufrichtig zu sein und meiner eigenen Urteilsfähigkeit zu vertrauen. Unsere Kräfte sind zugleich riesengroß und begrenzt. Meine Intuition hilft mir, mich in meinem Leben zu orientieren und immer wieder in die Balance zu finden.

Annegret Zimmer beendet ihren Vortrag mit folgendem Satz:
„Ich bin froh, dass es Dich gibt, Engel des rechten Maßes, denn Du beschützt uns auf jedem Weg ins Ungewisse. Ich muss jedoch selbst kein Engel sein und Dir nicht in Deinem Gleichmut und Deiner äußersten Balance nacheifern. Mir fällt auf dieser Welt die Aufgabe zu, ehrlich meinen Weg zu gehen und dabei dem Schutz des Universums zu vertrauen.“ Und sie schließt natürlich mit einem Dank an die ZuhörerInnen und mit der Ermunterung, selbst mit solchen Zahlenkonstellationen zu experimentieren. Das werde ich bestimmt tun, liebe Annegret.
Wichtige Anmerkung: Mein Auszug aus Annegret Zimmers Vortrag ist eine fast sträfliche Verkürzung und wird den vielen inhaltlichen Strängen nicht gerecht, die sie Vortrag entwickelt und wieder zusammengeführt hat. Aber vielleicht hat dich mein Beitrag neugierig gemacht. Wenn du Mitglied im Tarot-Verband bist, kannst du den vollständigen Vortrag in der Tarot Heute nachlesen.
Wenn du kein Mitglied bist: Allein für diese Online-Tarot-Fachzeitschrift lohnt es sich, einzutreten.

 

Mit Tarot in der Balance bleiben


Dies war das Motto des Tarot-Events in Hamburg v. 16. – 18. 6.2017. Es fand in den Seminarräumen der Buchhandlung Wrage statt. Das Wochenende begann traditionsgemäß mit einem Stammtisch im Café Sternchance. Da gab es die ersten Begegnungen mit Menschen, die man lange nicht gesehen hat – und natürlich auch mit ganz unbekannten TeilnehmerInnen. Das hat wirklich Freude gemacht.
Am Sonnabend war Mitgliederversammlung mit einer langen Tagesordnung einschließlich Wahlen in den Vorstand. Am Abend fand im Logenhaus an der Moorweide ein gemeinsames Abendessen statt.
Der Sonntag war dann Vorträgen gewidmet. Hier sind die Referenten zu sehen (von links nach rechts):
Matthias Höltje. Isolde Scheuvens, Melinda Cange, Karin Ploog, Annegret Zimmer.

 

Die allesamt sehr interessanten Vorträge und Präsentationen werde ich in den nächsten Beiträgen vorstellen.