Kater und Katze verabschieden sich
Januar 3rd, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Es ist die Geschichte einer Heilung, das Märchen vom gestiefelten Kater. Ein Mensch hat seine verschiedenen Seelenteile kennengelernt und zu einem Ganzen zusammengefügt. Er ist damit vollständig und heil geworden.
Der Kater hat dabei die Rolle des Magiers inne. Er ist der Veränderer, der die richtige Schritte weiß und sie auch unternimmt, um das angestrebte Ziel zu erreichen.
Meiner Meinung nach bedeutet Magie, die Veränderung eines bestehenden Seins-Zustand in einen angestrebten zu bewirken. Ist es nicht die schönste und wichtigste Magie, uns selbst zu verändern und unseren Seins-Zustand anzuheben, mit dem Ziel ganz und heil zu werden? Das mag uns die Katze der Stab-Königin sagen, ist sie doch seit jeher ein Sinnbild für Magie.
Die Magie der Stab-Königin ist ihre Intuition, die für sie eine Quelle der Erkenntnis ist (s. auch der Beitrag v. 23.11.11) und aus der heraus sie ihren Weg zu gehen weiß. Denn das ist es, was uns zuweilen aufhält, dass wir den richtigen Weg nicht erkennen können.
Nun möchte ich die kleine schwarze Katze nicht überstrapazieren. Sie hat mich dazu verleitet, einen Ausflug in das Märchen vom gestiefelten Kater zu machen. Das war ziemlich nett von ihr, da es mir Freude gemacht hat, über diese Geschichte einmal nachzudenken.
Weshalb mögen Pamela Smith und Arthur Waite der Stab-Königin eine Katze zur Seite gestellt haben? Über die Katze schreibt Waite nichts in seinem „Bilderschlüssel zum Tarot“.
Über die Königin schreibt er jedoch: „Die persönliche Erscheinung der Königin entspricht gefühlsmäßig und anderweitig dem König, sie besitzt jedoch einen größeren
Magnetismus.“ * Ob er damit magische Fähigkeiten oder eine magische Anziehungskraft meint? Ob die Katze deshalb auf dieser Karte erscheint? Wir wissen es nicht.
Ursula
Arthur Edward Waite „Der Bilderschlüssel zum Tarot“, Urania-Verlag 1983, S. 99