Kali als Stab-Königin
Januar 29th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Nun ist mir die Katze der Königin der Stäbe doch nochmal um die Beine gestrichen. Ich wollte nur in anderen Decks nachschauen, wie sich die Stab-Königin dort präsentiert. Und da bin ich bei Hermann Haindl auf die indische Göttin Kali gestoßen . Schau sie dir bei Albideuter an, Link nebenstehend.
Kali, die große Muttergöttin, die schwarze Mutter. Sie ist die dreifache Göttin: Schöpferin, Bewahrerin, Zerstörerin. Kali ist Feuer, und Feuer wirkt gleichermaßen schöpferisch wie zerstörerisch. Kali wird die Gnadenlose, die Blutrünstige genannt. Sie verbreitete Schrecken und wurde sehr gefürchtet und gleichzeitig verehrt. Um sie zu besänftigen wurden ihr früher Menschenopfer gebracht.
Kali hat also eindeutig eine Doppelnatur. Sie vereint in sich das Gute und das Böse und verliert auch als Schreckliche nicht ihren Status als Göttin. Im christlich geprägten Kulturkreis gibt es Gott, der das Gute ist und seinen Gegenspieler, den Teufel, der das Böse ist. Das Böse ist vom Guten geschieden und muss bekämpft und zerstört werden. Gott und der Teufel sind unvereinbare Gegensätze. Erzengel Michael tötet den Satan.

In vielen anderen Kulturen gehören das Böse und das Gute zusammen. Es gibt gute und böse Götter im Götterhimmel. Oder Gutes und Böses vereint sich in einem oder mehreren Göttern, die dann zugleich gut und böse sind. Das trifft auch auf den alttestamentarischen Gott Jahwe zu. Darüber kannst du dir leicht ein Bild machen, wenn du das Alte Testament aufschlägst.
Und die Katze? Sie kann mit ihrer schwarzen Farbe durchaus die dunkle, vielleicht sogar böse Seite der strahlenden Stab-Königin repräsentieren. So friedlich, wie sie zu Füßen der Königin sitzt, wirkt es auf mich so als lebe die Stab-Königin gut mit ihrer dunklen Seite zusammen. Eine Leserin hat mich überdies darauf aufmerksam gemacht, dass der Löwe oder Puma auf der Crowley-Karte dunkle Punkte trägt. Licht und Dunkelheit, die ewigen Gegensätze vereinen, integrieren sich. Deshalb hat der gestiefelte Kater den Zauberer auch aufgefressen.
Für uns christlich geprägte Menschen ist die Zusammengehörigkeit des Guten und des Bösen ein schwieriges Thema. Wir verteufeln den Teufel. Wir können aber den einen Pol nicht ohne den anderen auslöschen. Beides oder nichts. Zur Zeit beschäftigt mich das Thema sehr und ich werde im Lauf der Zeit noch mehr darüber schreiben.
Ursula
Foto: Margot Böhm - Kirche St. Michaelis, Hamburg
Psychologie meets Spiritualität
Januar 25th, 2012 § 1 Kommentar
Die Mantiker Kirsten und ROE Buchholzer laden ein zur
Mantischen Sommerakademie
vom 25. – 29. 6 2012 in Lübtheen bei Ludwigslust
Ein Tarot-Seminar der Superlative soll es werden und wenn man die Namen der Referenten hört, glaubt man es. Ich glaube es auf jeden Fall, da ich mit beiden sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Es sind
Gerd Bodhi Ziegler, ein Urgestein des Tarot im deutschsprachigen Raum, Autor und kundiger, einfühlsamer Tarot-Interpret
und
Lilo Schwarz, temperamentvoll und feinfühlig. Eine versierte Tarot-Erpertin, Autorin anregender Bücher.
Nähere Informationen findest du auf der Seite der Mantiker (http://www.diemantiker.de/forschung/sommerakademie-2012). Dort kannst du auch erfahren, was für die einzelnen Tage geplant ist. Ein besonderes Erlebnis könnten die Einheiten werden, die die beiden gemeinsam durchführen.
Wäre das was für dich?
Ursula
Merkmale der Vier
Januar 21st, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Zu Weihnachten habe ich das Buch „Der Weg des Tarot“ von Alejandro Jodorowsky und Marianne Costa – Verlag Windpferd – bekommen. Ich werde dieses Buch besprechen, sobald ich es zu Ende gelesen habe. Schon jetzt kann ich sagen: Es ist ein außergewöhnliches Buch. Die Autoren sind ganz eigene Wege gegangen, um den Tarot für sich zu entschlüsseln. Dies tun sie anhand des Tarot de Marseille.
Bei der Betrachtung der kleinen Arkana des Marseiller Decks haben die Autoren ein Gesetz entdeckt, von dem ich bisher noch nie etwas gehört oder gelesen hatte. Es betrifft die asymmetrische Verteilung der Übereinstimmungen von Merkmalen bei Einheiten, die aus 4 Teilen bestehen, wie z.B. den 4 Elementen, den 4 Evangelien, den 4 Öffnungen im menschlichen Gesicht. Es lautet so:
„Von viel Teilen sind drei fast gleich, und einer ist anders. Und von den drei gleichen Teilen ähneln zwei einander mehr.
Die Formel lautet damit ([1 + 2] + 3) + 4“
Das zeigen sie an Beispielen auf:
„Bei den vier Elementen, drei ähnliche (Luft, Wasser, Feuer) und ein anderes (Erde). Und unter den drei ähnlichen zwei, die sich näher stehen (Luft, Feuer) und ein anderes (Wasser).
([Luft + Feuer] + Wasser) + Erde“
„Bei den vier Evangelien sind drei ähnlich (Markus, Matthäus, Lukas) und eines anders (Johannes). Und von den drei ähnlichen ähneln zwei sich mehr (Markus, Lukas) und eines ist ein wenig anders (Matthäus).
([Markus + Lukas] + Matthäus) + Johannes“
Die Autoren geben noch mehr Beispiel und zählen Systeme auf, auf die sich das Gesetz anwenden lässt.
Ich habe daraufhin nach eigenen Beispielen gesucht und immerhin zwei gefunden:
Bei den Balkan des Kalvarien-Kreuzes sind drei kurz und eines ist länger. Von den drei kurzen liegen zwei waagerecht und eines zeigt nach oben.
([Zwei waagerechte Balken] + Ein nach oben zeigender Balken) + Ein längerer Balken
Bei den 4 Figuren in den Ecken der Karten Rad des Schicksals (Smith-Waite) und Die Welt (Smith Waite und Marseille) sind drei Tiere (Stier, Löwe, Adler) und eines ist ein Mensch, bzw. ein Engel. Von den Tieren sind zwei Säugetiere (Stier, Löwe) und eines ist ein Vogel.
([Stier + Löwe] + Adler) + Mensch/Engel
Neugierig geworden habe ich mir einfach mal die vier Könige herausgesucht und probiert, ob sich das Gesetz auch auf sie anwenden lässt. Es geht:
Drei Könige richten ihren Blick in die Ferne (Kelchkönig, Schwertkönig, Stabkönig). der König der Münzen schaut nach unten. Von den drei gleichen schauen sind zwei von vorne zu sehen (Kelchkönig, Schwertkönig) und einer von der Seite (Stabkönig).
([Kelchkönig + Schwertkönig] + Stabkönig) + Münzkönig
Ich weiß nicht, ob mich diese vergleichende Betrachtung der Könige weiterbringt. Sicher trägt sie aber zu genauerem Hinschauen bei.
Ich finde das sehr interessant, obwohl ich bislang nicht herausgefunden habe, welchen Gewinn ich draus ziehen kann, d.h. welche Weisheit darin enthalten ist. Sollte dir etwas dazu einfallen, würde ich mich über eine Rückmeldung freuen.
Der Button für das Kommentarfeld befindet sich ziemlich unauffällig direkt unter der Überschrift.
Ursula
* Die Ausführungen der Autoren sowie die Zitate findest auf den
Seiten 36 – 38.
Das Wagen-Turm-Jahr 2012
Januar 18th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Nun wollen wir uns mal die Tarot-Prophezeiungen Armin Denners für 2012 anzuschauen. Das Geburtsdatum des Jahres (1.1.2012=7) ergibt die Karte Der Wagen. Mit ihm über die Quersumme verbunden ist Der Turm.
Der Wagen legt uns nahe, unsere Gefühle zu erkunden, die schönen und angenehmen ebenso wie die unerwünschten, und unsere Motivationen gut zu bündeln. Nur so werden wir unsere Zugtiere so zu lenken wissen, dass sie gemeinsam in dieselbe Richtung laufen. Tun sie das nicht, wird unser Lebenswagen auseinandergerissen und wir erleben ein Turm-Szenario. Der Turm will stets blockierte Wachstumskräfte freisetzen.
Die Frage, die wir uns stellen und beantworten müssen, lautet also: „Wie geht es mir?“ Erst dann kann sich der Wagen, der auf der Karte seine Fahrt noch nicht aufgenommen hat, wieder in Bewegung setzen.
Die Vorwärts-Bewegung unseres Lebenswagens bringt uns zwangsläufig in Kontakt mit der Außenwelt. Das lenkt unseren Blick auf die Frage „Wie geht es dir?“ Damit ist unsere Empathie gefordert und setzt voraus, dass wir wissen, wie es uns selbst geht.
Äußerer Fortschritt führt auf direktem Weg zum Turm, wenn die innere Entwicklung nicht gleichzieht. Wir müssen lernen, den äußeren Fortschritt lebensfördernd und nicht zerstörerisch einzusetzen.
Denner sagt, dass wir in 2012 dazu gezwungen sein werden, uns im Großen wie im Kleinen aufeinander zu zubewegen und die auseinanderdriftende Trennung unterschiedlicher Systeme zu verringern, sodass die Reise in eine einheitliche Richtung gehen kann.
Wie das geschehen wird? Wir werden sehen, was das Jahr 2012 von uns als Mensch und als „Völker-Familie“, die wir erst werden müssen, fordert.
Wie können wir das mit Leben erfüllen, dass wir alle im gleichen Boot sitzen? Wie finden wir zu allgemeingültigen Werten der Menschlichkeit? Denners Antwort ist das Stellen der Gralsfrage: „Wie geht es dir?“ Das bedeutet, Menschen anderer Gesinnung nach ihren Motiven zu fragen, ihre anderen Lebensentwürfe nicht als Angriff aufzufassen, und gleichzeitig auch in die eigenen Abgründe zu schauen. Dies gilt im Kleinräumigen wie im Globalen.
„Der Dialog könnte völlig neue Dimensionen der Integration erfahren, wenn man den Aggressoren auf der emotionalen Ebene des „Wie geht es dir?“ begegnen würde.“ S. 84.
Das gilt nach Denner für alle Bereiche, auch für den Umgang mit dem Terrorismus. Er führt das überzeugend aus. Klar ist ja, dass diese Gewalt mit Gegengewalt bisher nicht aus der Welt geschafft werden konnte.
Denner sagt, dass im Wagen-Turm-Jahr Aggressionen im Großen wie im Kleinen sprunghaft ansteigen werden, da Gewalt immer noch mit Gegengewalt begegnet wird.
Nur eine Änderung unserer Kommunikationsformen führt uns zu globalem Bewusstsein und zum Erkennen emotionaler Gemeinsamkeiten anstelle von Revierkämpfen um Machtverteilung.
Wir müssen begreifen: Wir sind alle eins und Trennung ist Illusion.
Dann verbindet sich die Energie des Wagens fließend mit der des Turms und eine gewaltsame Befreiung ist nicht mehr nötig.
Das war ein ganz kurzer Abriss. Ausführlicher findest du das im Buch von Armin Denner„Tarot-Prophezeiungen – Ein Vorausblick auf die Jahre 2011-2014“, Books on Demand GmbH Norderstedt 2010.
Ursula
Eine interessante Legung mit 3 Karten
Januar 13th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Heute möchte ich dir eine interessante Legung mit 3 Karten vorstellen. Sie heißt:
Subjekt – Prädikat – Objekt
Man formuliert anhand der 3 Karten einen Satz. Im folgenden Beispiel ging es um eine Verhaltensweise einer Fragenden, die sie einfach nicht los wird. Sie mag sich selbst nicht, wenn sie sich so verhält und schämt sich hinterher jedes Mal.
Wir zogen also 3 Karten:
Subjekt: Stäbe VII
Prädikat: Ritter der Kelche
Objekt: Der Herrscher
Ein bisschen haben wir gegrübelt, weil ich das Legemuster zum ersten mal angewandt habe. Aber wir haben es herausbekommen. Der Satz lautet:
Die ständige Abwehr (Stäbe VII) führt langsam aber stetig (Ritter der Kelche) zur Verfestigung der Struktur (Der Herrscher).
Die Fragende möchte das Problem los sein und kämpft es jedesmal nieder, anstatt sich dem zu stellen und Lösungswege herauszufinden. Langsam aber stetig verfestigt sich ihr Verhalten. Je mehr sie dagegen ankämpft, desto weniger schafft sie es, das „los zu werden“.
Das war klar und deutlich. Sie konnte diesen Satz akzeptieren.
Probier es doch mal aus!
Ursula
Rückblick auf die Tarot-Prophezeiungen für 2011
Januar 10th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Die Tarot-Karte, die sich aus dem Geburtsdatum des Jahres 2011 (1.1.2011=6) ergab waren die Liebenden. Die dazugehörige Karte (6=1+5=15) war der Teufel. Die näheren Ausführungen dazu findest du in den Blog-Beiträgen v. Januar 2011.
Ein Rückblick auf die Tarot-Prophezeiungen von Armin Denner für 2011 im Lichte dieser beiden Karten rückt zwei riesige Ereignisse in den Vordergrund, die das vergangene Jahr geprägt haben und die weit in die vor uns liegenden Jahre hineinwirken werden:
Zum einen hat Denner vorhergesagt, dass Fragen der Energieversorgung einen hohen Stellenwert erhalten werden. Wir hätten es uns nicht träumen lassen, in welch furchtbarer Weise dies Wirklichkeit werden würde. Die Atomkatastrophe in Japan hat uns erneut vor Augen geführt, auf welchem Vulkan wir mit unserem Energieverbrauch aus Atomkraftwerken tanzen. Die Entscheidung für den Ausstieg aus dieser Energieform ist zu begrüßen und es bleibt zu hoffen, dass nicht noch mehr Katastrophen nötig werden, um alle Staaten von der Notwendigkeit einer Energiewende zu überzeugen.
Zum anderen sind es die Aufstände in Tunesien, Libyen, Ägypten und Syrien und weiteren Ländern, in denen die Menschen mit dem Herrschaftssystem ihres Landes nicht mehr leben können. Denner hat für 2011 Unruhen vorhergesagt, die letztendlich daraus resultieren, dass alle Menschen gehört, gesehen, verstanden und auf jeden Fall nicht unterdrückt werden wollen. Von einer aufgrund der globalen Mobilität möglichen Annäherung der Kulturen, von denen Denner spricht, sind wir sicher noch ziemlich weit entfernt. Doch hätten die Aufstände in den o.g. Ländern ohne das kulturübergreifende Medium des Internets so nicht durchgeführt werden können.
In diesem Zusammenhang können wir auch die Jahreskarte sehen, die sich einfach aus der Quersumme des Jahres 2011 ergibt (2011=4): Der Herrscher. Obwohl ich die Berechnung Denners bevorzuge, hat auch diese ihren Wert: Die Throne der Herrscher in einigen totalitär geführten Ländern sind ins Wackeln geraten und weitere könnten folgen.
Dieser Rückblick auf das Jahr 2011 ist sicher etwas grobmaschig. Wenn man die Tarot-Prophezeiungen Armin Denners genau liest und sich Geschehnisse im eigenen Umfeld und vielleicht auch darüber hinaus vor Augen führt, lassen sich sicherlich detailliertere Erkenntnissen gewinnen. Es lohnt sich, die Prophezeiungen selbst zu lesen.
Ursula
Armin Denner „Tarot-Prophezeiungen – ein Vorausblick auf die Jahre 2011 – 2014″, Books on Demand GmbH, Norderstedt 2010
Der 13. Monat
Januar 7th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Noch immer habe ich lieben Weihnachtsbesuch und geradde mal wenig Zeit. Vorbereitet habe ich bereits einen Rückblick auf die Tarot-Prophezeiungen von Armin Denner für das Jahr 2011. Geht dieser Tage los.
Zur Überbrückung gibt es jetzt was von Erich Kästner. Passt ja, wo dieses Jahr ein Schaltjahr ist.
Der dreizehnte Monat
Wie säh er aus, wenn er sich wünschen ließe?
Schaltmonat wär? Vielleicht Elfember hieße?
Wem zwölf genügen, dem ist nicht zu helfen.
Wie säh er aus, der dreizehnte von zwölfen?
Der Frühling müsste blühn in holden Dolden.
Jasmin und Rosen hätten Sommerfest.
Und Äpfel hingen, mürb und rot und golden,
im Herbstgeäst.
Die Tannen träten unter weißbeschneiten
Kroatenmützen aus dem Birkenhain
und kauften auf dem Markt der Jahreszeiten
Maiglöckchen ein.
Adam und Eva lägen in der Wiese.
Und liebten sich in ihrem Veilchenbett,
als ob sie niemand aus dem Paradiese
vertrieben hätt.
Das Korn wär gelb. Und blau wären die Trauben.
Wir träumten, und die Erde wär ein Traum.
Dreizehnter Monat, lass uns an dich glauben!
Die Zeit hat Raum!
Verzeih, dass wir so kühn sind, dich zu schildern.
Der Schleier weht. Dein Antlitz bleibt verhüllt.
Man macht, wir wissen´s, aus zwölf alten Bildern
kein neues Bild.
Drum schaff dich selbst! Aus unerhörten Tönen!
Aus Farben, die kein Regenbogen zeigt!
Plündre den Schatz des ungeschehen Schönen!
Du schweigst? Er schweigt.
Es tickt die Zeit. Das Jahr dreht sich im Kreise.
Und werden kann nur, was schon immer war.
Geduld, mein Herz. Im Kreise geht die Reise.
Und dem Dezember folgt der Januar.
Ursula
© Erich Kästner „Die 13 Monate“, Atrium Verlag Zürich 2005
Kater und Katze verabschieden sich
Januar 3rd, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Es ist die Geschichte einer Heilung, das Märchen vom gestiefelten Kater. Ein Mensch hat seine verschiedenen Seelenteile kennengelernt und zu einem Ganzen zusammengefügt. Er ist damit vollständig und heil geworden.
Der Kater hat dabei die Rolle des Magiers inne. Er ist der Veränderer, der die richtige Schritte weiß und sie auch unternimmt, um das angestrebte Ziel zu erreichen.
Meiner Meinung nach bedeutet Magie, die Veränderung eines bestehenden Seins-Zustand in einen angestrebten zu bewirken. Ist es nicht die schönste und wichtigste Magie, uns selbst zu verändern und unseren Seins-Zustand anzuheben, mit dem Ziel ganz und heil zu werden? Das mag uns die Katze der Stab-Königin sagen, ist sie doch seit jeher ein Sinnbild für Magie.
Die Magie der Stab-Königin ist ihre Intuition, die für sie eine Quelle der Erkenntnis ist (s. auch der Beitrag v. 23.11.11) und aus der heraus sie ihren Weg zu gehen weiß. Denn das ist es, was uns zuweilen aufhält, dass wir den richtigen Weg nicht erkennen können.
Nun möchte ich die kleine schwarze Katze nicht überstrapazieren. Sie hat mich dazu verleitet, einen Ausflug in das Märchen vom gestiefelten Kater zu machen. Das war ziemlich nett von ihr, da es mir Freude gemacht hat, über diese Geschichte einmal nachzudenken.
Weshalb mögen Pamela Smith und Arthur Waite der Stab-Königin eine Katze zur Seite gestellt haben? Über die Katze schreibt Waite nichts in seinem „Bilderschlüssel zum Tarot“.
Über die Königin schreibt er jedoch: „Die persönliche Erscheinung der Königin entspricht gefühlsmäßig und anderweitig dem König, sie besitzt jedoch einen größeren
Magnetismus.“ * Ob er damit magische Fähigkeiten oder eine magische Anziehungskraft meint? Ob die Katze deshalb auf dieser Karte erscheint? Wir wissen es nicht.
Ursula
Arthur Edward Waite „Der Bilderschlüssel zum Tarot“, Urania-Verlag 1983, S. 99
Willkommen 2012!
Januar 1st, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Mit dieser Licht-Fontäne, die ich gestern im Hamburger Hafen aufgenommen habe, verabschiedet sich das Jahr 2011.
Lasst uns mutig hinein ins neue Jahr 2012 springen, Altes hinter uns lassen
und die Aufgaben des neuen Jahres tatkräftig angehen. Die Werkzeug dafür liegen bereit.
Lasst uns Magierinnen und Magier unserer selbst sein.
Ich wünsche euch allen ein gutes, befreiendes neues Jahr voller Licht und Frieden!
Ursula
Heldenreise light
Dezember 28th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
Eigentlich gelingt dem Müllerburschen alles ganz mühelos. Ohne größeren Aufwand wird er zum König. Er muss nicht wie andere Märchenhelden große Schwierigkeiten meistern und Hindernisse überwinden, um sein Ziel zu erreichen, so wie auch der „Held“ auf dem Weg durch die großen Arkana des Tarot.
Der Bursche lässt nämlich den Kater für sich arbeiten. Der weiß immer, was zu tun ist. Er schmeichelt sich beim König ein, er verschafft dem Müllerburschen das richtige Ansehen beim König und er beseitigt den bösen Zauberer, dessen Terrain dringend benötigt wird.
Überhaupt der Zauberer: Er repräsentiert das unvermeidliche Böse in diesem Märchen, allerdings in einer sehr weichgezeichneten Version. Ein bisschen dämlich ist er, etwa so wie der dumme Teufel im Kasperletheater. Es kostet den Kater keine Mühe, ihn zu überlisten. Ab da geht sowieso alles wie geschmiert.
Und überhaupt das Böse: Es geht nicht darum, das Böse in uns totzubeißen und zu entsorgen, sondern es zu integrieren. Deshalb wird es vom Kater aufgefressen, allerdings erst, nachdem sich der böse Zauberer auf ein handliches Maß heruntertransformiert hat. Das könnte man auch noch vertiefen.
Wie kommt es nun aber, dass sich der Müllerbursche so wenig anstrengen muss? Ich glaube, es liegt daran, dass er dem Tun des Katers keinerlei Widerstand entgegen setzt. Vielmehr fasst er Vertrauen zu ihm und geht ohne Angst und Zweifel mit.
Außerdem kann es sein, dass der Müllerbursche seine Tiefen bereits hinter sich gebracht hat. Als der Vater gestorben ist, ist er an seinem persönlichen Nullpunkt angekommen. Er sieht sich mittellos und ohne Zukunftsperspektiven in der Welt stehen, nur im Besitz eines nutzlosen Katers.
Vielleicht will uns das Märchen vom gestiefelten Kater zeigen, wie leicht es gehen kann, wenn wir auf unsere innere Stimme hören und ihr folgen. Und wenn wir unsere Seelenanteile in und für uns „arbeiten“ lassen und nicht alles unserem vernuftgesteuerten Wachbewusstsein überlassen. Die Geschichte zeigt, welche kreativen, unkonventionellen und allesamt zielführenden Lösungen dabei herauskommen.
Ich bin sicher, dass ich nicht alle Tiefen der Geschichte ausgelotet habe. Vielleicht fällt dir noch mehr dazu ein. Dann freue ich mich, wenn du mir deine Gedanken mitteilst.
Ursula








