Eine Tageskarte

Februar 24th, 2012 § 1 Kommentar

Eigentlich wollte ich einen Beitrag über die Tarot-Numerologie von Alejandro Jodorowski bringen. Wie das Leben so spielt, ist der Akku der Kamera leer, sodass ich die erforderlichen Fotos nicht machen kann. Heute wird das dann nichts mehr. Deshalb habe ich eine Tageskarte gezogen und zwar

Der Hierophant. Nach den ersten 4 Karten der großen Arkana repräsentiert er sozusagen das 5. Element, den Äther, den Geist, das was über die irdisch-materielle Ebene hinausreicht. Er kann ein spiritueller Lehrer sein oder auch unsere Innere Stimme, unser innerer Lehrer und Heiler.
Ganz irdisch kann er jemanden dastellen, der uns heilt oder uns etwas lehrt.

In letzter Zeit ist er mir in Legungen mit seiner Schattenseite begegnet. Sein Schatten ist jemand, der gerne andere belehrt, der weiß, was andere zu tun haben. Wer von uns macht das nicht gerne immer mal wieder! Besonders in Partnerbeziehung kommt das schnell zum Einsatz.
Wenn dir der Hierophant begegnet, solltest du ein Auge darauf haben, ob er dich nicht an seine Schattenseite erinnern will und daran, dass jeder Mensch sein eigener Lehrer ist.

Manchmal sind wir gebeten, mit anderen etwas von unserem Wissen und unserer Weisheit zu teilen. Dafür braucht man aber einen Erlaubnisschein.
Ich hoffe, dass ich einen solchen habe, wenn ich dies hier schreibe. Ich kann dir aber sagen, dass ich schon die eine oder andere harte Landung erleben musste, ehe ich das begriffen hatte. Ich spreche hier also aus (schmerzlicher) Erfahrung.

Ursula

Legung mit 3 Karten

Februar 20th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Diese Legung heißt

These  -  Antithese  -  Synthese

Diese Legung habe ich für mich selbst gemacht zu folgendem Thema:
Häufig werde ich von KundInnen gebeten, über zukünftigeEreignisse Auskunft zu geben. Das ist es auch, womit Kartenlegen gemeinhin in Verbindung gebracht wird. Ich schaue mit hingegen gerne die Gegenwart an. Da gibt es viel zu tun, womit wir auf unsere Zukunft enwirken können. Schließlich haben wir einen erheblichen Einfluss auf die Gestaltung unserer eigenen Zukunft. Was mache ich aber, wenn jemand darauf besteht, die Karten nur zu zukünftig eintretenden Ereignissen zu befragen? Ich mache das dann, aber was sagen die Karten dazu?

Die These
Meine These, wird hier sehr gut dargestellt. Ich schaue mir gerne zusammen mit den KundInnen die seelischen Hintergründe einer Fragestellung an und beziehe sie in die  Lösungssuche mit ein.
Ich bin überzeugt, dass Einsichten und Änderungen in diesem Bereich einen positiven Einfluss auf zukünftige Entwicklungen haben.

Die Antithese
Meine Gedanken und Vorstellungen sind nicht ausschlaggebend. Was weiß ich denn, was für andere gut und richtig ist. Das, was ich denke, ist nicht alles (3 Schwerter an der Wand). Es gibt immer noch einen verborgenen Schatz zu heben (Schwert unter der Ruhebank).

Die Synthese
Die Karte sagt zu mir: Zerbrich dir nicht den Kopf anderer Menschen. Jeder weiß selbst, was für ihn richtig ist.

Ich werde es also halten wie bisher. Ich kläre, ob die Ratsuchende die gegenwärtige Situation miteinbeziehen möchte und mache Vorschläge, wie das geschehen kann. Wenn aber zusätzlich oder ausschließlich die Zukunft befragt werden soll, mache ich das auch.
Was die Befragung mir aber rät ist, dass ich dringend meine Akzeptanz  erhöhen muss. Eine positive Einstellung dazu ist wirklich angeraten.
Eine interessante Legung! Probiere sie doch mal aus!

 Ursula

Legemuster Beziehung

Februar 16th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Heute möchte ich ein Legemuster vorstellen, das ich für die genauere Betrachtung einer Beziehung entwickelt habe. Vor allem einer Beziehung, in der es kriselt, die aber noch Chancen hat. In der Regel ist es einer der Partner, der/die hierzu die Karten befragen möchte. Es geht daher bei diesem Legemuster um die Sichtweise der fragenden Person, also um die Reflexion der Beziehungssituation aus der Sicht des/der Fragenden. Der abwesende Partner kommt daher nur vermittelt über den Fragenden ins Spiel.
Ich habe jede Legeposition auf ein Kärtchen geschrieben. Die lege ich aus und stelle dem/der Fragenden anheim, die Reihenfolge zu bestimmen ebenso wie Positionen auszusortieren. Diese Legung eignet sich auch zur Reflexion der eigenen Beziehung. Und so sehen die Legepositionen aus:

Ich selbst        Mein/e Partner/in
Unsere Beziehung
Meine Liebe
Was wir teilen                              Was uns trennt
Was trägt                                  Was fehlt
Was ich gebe                                 Was ich bekomme
Was ich mitbringe                             Was daraus entsteht
Wovor ich Angst habe                     Was ich mir wünsche
Was ich tun kann                                  Was ich nicht tun sollte
Wo es hinführt

Die beiden Positionen „Ich selbst“ und „Mein/e Partner/in“ sind Signifikatoren. Es geht also nur darum, die eigene Befindlichkeit zu betrachten, nicht die des abwesenden Partners.

Ursula

Legung mit vertauschten Karten

Februar 12th, 2012 § 1 Kommentar

Dieses Legemuster aus dem Buch „Der Weg des Tarot“ von Alejandro Jodorowsky und Marianne Costa wird mit nur 2 Karten gelegt. Damit lässt sich besonders gut ein innerer Konflikt betrachten und einer Lösung zuführen.
Gezogen werden 2 Karten:
Karte A beschreibt die Situation, in der wir uns befinden und einen damit    verbundenen Wunsch.
Karte B steht für den Konflikt und zeigt uns das Hindernis auf, das uns bei der Verwirklichung unseres Wunsches im Wege steht.
Diese Karte wird kreuzweise über Karte A gelegt. Das Hindernis durchkreuzt somit die sichtbar Verwirklichung.

Diese interessante Legung habe ich sofort mit einer Freundin ausprobiert. Sie schreibt sehr schöne fantasievolle Kindergeschichten und würde sie gerne veröffentlichen. Leider traut sich nicht und schiebt eine Veröffentlichung immer wieder hinaus. Sie hat dazu folgende Karten gezogen:
Bube der Schwerter und Die Welt.


Der Bube steht für die Verbreitung der Gedanken in Wort und Schrift (Vierte kabbalistische Welt, die wahrnehmbare Manifestation der Gedanken). Damit drückt die Karte ihren Wunsch perfekt aus.
Die Welt repräsentiert ihre Angst, ihre Geschichten könnten nicht vollkommen, nicht gut genug sein. Das wirkt sich ntürlich hinderlich auf die Verwirklichung ihres Vorhabens aus. Immer wenn sie den ersten Schritt hin zur Veröffentlichung ihrer Geschichten machen will, bremst sie sich mit ihrer Angst aus.

Dann vertauschen wir die Karten und legen den Buben über die Welt.
Karte A    beschreibt auch hier die Situation und macht eine Aussage zu dem Wunsch der Fragenden.
Karte B    zeigt wie das Hindernis überwunden werden kann.


Die Welt spiegelt das, was sie in guten Momenten über ihre Geschichten denkt, nämlich dass sie wirklich gut sind und aus ihrer Sicht vollkommen. Sie kommen direkt aus ihrem Herzen.
Der Bube rät ihr und ermutigt sie dazu, ihre Geschichten zu veröffentlichen. Das will sie jetzt wirklich in Angriff nehmen.
Ursula

Wochen- und Tageskarten

Februar 8th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Von einem Leser bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, dass ich mich bezüglich der Wochenkarten nicht deutlich ausgedrückt habe. Persönlich finde ich Wochenkarten sehr schön, weil sie mir ausreichend Zeit lassen, mich damit auseinanderzusetzen. Die schnelle Abfolge täglich gezogener Tageskarten überfordert mich etwas.
Gemeint habe ich jedoch der Wochentakt meiner Blogbeiträge. Da pressen mich die Wochenkarten in ein zu starres Zeit-Korsett. Um diese Art der Kartenbetrachtung aber nicht einfach fallenzulassen, möchte ich hin und wieder eine Tageskarte für meine LeserInnen und mich ziehen.

Was die besondere Betrachtungsweise der Wochen- oder Tageskarten ausmacht, ist die Erfassung der ersten spontanen Idee zu der jeweiligen Karte. Da denke ich nicht lange nach, blättere auch in keinem Buch und lote nicht die ganze Breite möglicher Deutungen aus. Diese spontane Idee teile ich dann mit dir.

Ich frage also nicht nach der Deutung, sondern nach der Botschaft der Karte. Natürlich kann es auch einmal vorkommen, dass ich die Botschaft nicht gleich erkenne. Dann lasse ich das mal einige Stunden in mir arbeiten und denke nicht mehr daran. Wenn ich später an der Karte wieder vorbeikomme, weiß ich es. Probiere es aus!

Übrigens kann man Tageskarten auch abends ziehen und sie zur Reflektion des vergangenen Tages nützen. Oder man zieht morgens eine Karte, schaut sie nicht an, sondern lässt sie unaufgedeckt. In diesem Fall kann man die Hand eine Weile auf die Karten legen (oder auf den Solarplexus) und versuchen, ihre Botschaft zu erspüren.
Soviel zu den Tages- und Monatskarten. Im nächsten Beitrag gibt es eine interessante Legung mit 2 vertauschten Karten. Bis dann!

Ursula

Tageskarte: Gerechtigkeit

Februar 5th, 2012 § 1 Kommentar

Wie du sicher schon gemerkt hast, habe ich im neuen Jahr mit den Wochenkarten wieder aufgehört. Ich habe den Wochentakt als einengend empfunden. Stattdessen möchte ich hin und wieder eine Tageskarte ziehen und dich daran teilhaben lassen. Heute war es die

Geradeaus blickt sie und streng wirkt sie mit dem erhobenen Schwert und der Waage. Es sieht aus, als ob sie mit ihrem Schwert ihr Urteil jederzeit fällen oder vollstrecken könnte.
Wenn ich in die Gerechtigkeit wie in einen Spiegel schaue, sehe ich mich selbst und sehe, wie streng ich manchmal mit mir selbst sein kann. Und da sagt die Gerechtigkeit: Schau dir mal an, wo du zu streng mit dir bist. Schau dir deine Urteile und Bewertungen über dich selbst an.
Ein liebevoller Umgang mit sich selbst ist eine gute Voraussetzungen für einen liebevollen Umgang mit anderen.

Ursula

 

Der Transformationszyklus der Farben

Februar 2nd, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Ein weiteres Fundstück aus dem Buch von Jodorowsky und Costa ist der Transformationszyklus der Farben (Stäbe, Kelche, Schwerter Münzen). Die Autoren gehen davon aus, dass jede Farbe, wenn sie in der 10 oder dem Ritter(bei Jodorowsky die letzte, höchste der Hofkarten) ihre Erfüllung gefunden hat, durch das As der nächsten Farbe transformiert wird. Denn am Ende eines Zyklus wartet der Beginn des nächsten. Die Farben wandeln sich zur nächsten in folgender Reihenfolge:
Die Schwerter, der Intellekt, entdecken bei der Ankunft auf der letzten Stufe ihrer Entwicklung die Existenz des Anderen und verlangen nach emotionaler Energie – der Energie der Kelche.
Die Kelche, emotional Energie, bringen bei Ankunft am letzten Grad ihrer Entwicklung neues Leben hervor oder handeln konkret. Dazu verlangen sie nach der Energie der lebendigen Materie, der Energie der Münzen.
Die Münzen, lebendige Materie, wandeln sich bei ‚Ankunft am höchsten Grad ihrer Entwicklung und stellen sich der Notwendigkeit der Fortpflanzung. Dafür verlange sie nach der schöpferischen Energie der Stäbe.
Die Stäbe, sexuelle und schöpferische Energie, verdoppeln sich bei Ankunft am letzten Grad ihrer Entwicklung und entdecken die Androgynie, die Essenz des Denkens. Sie verlangen dann nach der intellektuellen Energie der Schwerter.“ *
Jodorowski zeigt auf, dass sich dieser Transformationszyklus durch die Symbole auf den kleinen Arkana seines „Restaurierten Marseille-Tarot“ abzeichnet. Auf anderen Marseille-Decks kann man das teilweise auch sehen. Zum Beispiel die Schwerter: Bei den ungeraden Zahlen steht in der Mitte immer ein einzelnes Schwert. Bei der 10 sieht man 2 einzelne Schwerter. Jodorowsky deutet das als das Erscheinen des Anderen, also der Beginn der emotionalen Beziehung.

Dieser Transformationszyklus der Farben im Tarot erinnert mich an das I-Ging, das Buch der Wandlung. Hier entwickeln sich die 5 Elemente fortwährend eines aus dem anderen. Denn nichts steht fest, alles ist im Fluss und wandelt sich.

Der praktische Nutzen? Im Zusammenhang mit der von den Autoren entwickelten Tarot-Numerologie (die stelle ich noch vor) lässt sich dieser Zyklus der Transformation, also die Wandlung eines Elements in das andere, sicher bei der Deutung anwenden. Es lohnt sich, das auszuprobieren.

Ursula

© Alejandro Jodorowsy, Marianne Costa “Der Weg des Tarot, Verlag Windpferd 2006, S. 90

Kali als Stab-Königin

Januar 29th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Nun ist mir die Katze der Königin der Stäbe doch nochmal um die Beine gestrichen. Ich wollte nur in anderen Decks nachschauen, wie sich die Stab-Königin dort präsentiert. Und da bin ich bei Hermann Haindl auf die indische Göttin Kali gestoßen . Schau sie dir bei Albideuter an, Link nebenstehend.
Kali, die große Muttergöttin, die schwarze Mutter. Sie ist die dreifache Göttin: Schöpferin, Bewahrerin, Zerstörerin. Kali ist Feuer, und Feuer wirkt gleichermaßen schöpferisch wie zerstörerisch. Kali wird die Gnadenlose, die Blutrünstige genannt. Sie verbreitete Schrecken und wurde sehr gefürchtet und gleichzeitig verehrt. Um sie zu besänftigen wurden ihr früher  Menschenopfer gebracht.
Kali hat also eindeutig eine Doppelnatur. Sie vereint in sich das Gute und das Böse und verliert auch als Schreckliche nicht ihren Status als Göttin. Im christlich geprägten Kulturkreis gibt es Gott, der das Gute ist und seinen Gegenspieler, den Teufel, der das Böse ist. Das Böse ist vom Guten geschieden und muss bekämpft und zerstört werden. Gott und der Teufel sind unvereinbare Gegensätze. Erzengel Michael tötet den Satan.


In vielen anderen Kulturen gehören das Böse und das Gute zusammen. Es gibt gute und böse Götter im Götterhimmel. Oder Gutes und Böses vereint sich in einem oder mehreren Göttern, die dann zugleich gut und böse sind. Das trifft auch auf den alttestamentarischen Gott Jahwe zu. Darüber kannst du dir leicht ein Bild machen, wenn du das Alte Testament aufschlägst.
Und die Katze? Sie kann mit ihrer schwarzen Farbe durchaus die dunkle, vielleicht sogar böse Seite der strahlenden Stab-Königin repräsentieren. So friedlich, wie sie zu Füßen der Königin sitzt, wirkt es auf mich so als lebe die Stab-Königin gut mit ihrer dunklen Seite zusammen. Eine Leserin hat mich überdies darauf aufmerksam gemacht, dass der Löwe oder Puma auf der Crowley-Karte dunkle Punkte trägt. Licht und Dunkelheit, die ewigen Gegensätze vereinen, integrieren sich. Deshalb hat der gestiefelte Kater den Zauberer auch aufgefressen.

Für uns christlich geprägte Menschen ist die Zusammengehörigkeit des Guten und des Bösen ein schwieriges Thema. Wir verteufeln den Teufel. Wir können aber den einen Pol nicht ohne den anderen auslöschen. Beides oder nichts. Zur Zeit beschäftigt mich das Thema sehr und ich werde im Lauf der Zeit noch mehr darüber schreiben.

Ursula

Foto: Margot Böhm -  Kirche St. Michaelis, Hamburg

Psychologie meets Spiritualität

Januar 25th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Die Mantiker Kirsten und ROE Buchholzer laden ein zur

Mantischen Sommerakademie

vom 25. – 29. 6 2012 in Lübtheen bei Ludwigslust

Ein Tarot-Seminar der Superlative soll es werden und wenn man die Namen der Referenten hört, glaubt man es. Ich glaube es auf jeden Fall, da ich mit beiden sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Es sind

Gerd Bodhi Ziegler, ein Urgestein des Tarot im deutschsprachigen Raum, Autor und kundiger, einfühlsamer Tarot-Interpret

und

Lilo Schwarz, temperamentvoll und feinfühlig. Eine versierte Tarot-Erpertin, Autorin anregender Bücher.

Nähere Informationen findest du auf der Seite der Mantiker (http://www.diemantiker.de/forschung/sommerakademie-2012). Dort kannst du auch erfahren, was für die einzelnen Tage geplant ist. Ein besonderes Erlebnis könnten die Einheiten werden, die die beiden gemeinsam durchführen.
Wäre das was für dich?

Ursula

 

Merkmale der Vier

Januar 21st, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Zu Weihnachten habe ich das Buch „Der Weg des Tarot“ von Alejandro Jodorowsky und Marianne Costa – Verlag Windpferd – bekommen. Ich werde dieses Buch besprechen, sobald ich es zu Ende gelesen habe. Schon jetzt kann ich sagen: Es ist ein außergewöhnliches Buch. Die Autoren sind ganz eigene Wege gegangen, um den Tarot für sich zu entschlüsseln. Dies tun sie anhand des Tarot de Marseille.
Bei der Betrachtung der kleinen Arkana des Marseiller Decks haben die Autoren ein Gesetz entdeckt, von dem ich bisher noch nie etwas gehört oder gelesen hatte. Es betrifft die asymmetrische Verteilung der Übereinstimmungen von Merkmalen bei Einheiten, die aus 4 Teilen bestehen, wie z.B. den 4 Elementen, den 4 Evangelien, den 4 Öffnungen im menschlichen Gesicht. Es lautet so:
„Von viel Teilen sind drei fast gleich, und einer ist anders. Und von den drei gleichen Teilen ähneln zwei einander mehr.
Die Formel lautet damit ([1 + 2] + 3) + 4“
Das zeigen sie an Beispielen auf:
„Bei den vier Elementen, drei ähnliche (Luft, Wasser, Feuer) und ein anderes (Erde). Und unter den drei ähnlichen zwei, die sich näher stehen (Luft, Feuer) und ein anderes (Wasser).
([Luft + Feuer] + Wasser) + Erde“
“Bei den vier Evangelien sind drei ähnlich (Markus, Matthäus, Lukas) und eines anders (Johannes). Und von den drei ähnlichen ähneln zwei sich mehr (Markus, Lukas) und eines ist ein wenig anders (Matthäus).
([Markus + Lukas] + Matthäus) + Johannes“
Die Autoren geben noch mehr Beispiel und zählen Systeme auf, auf die sich das Gesetz anwenden lässt.
Ich habe daraufhin nach eigenen Beispielen gesucht und immerhin zwei gefunden:
Bei den Balkan des Kalvarien-Kreuzes  sind drei kurz und eines ist länger. Von den drei kurzen liegen zwei waagerecht und eines zeigt nach oben.
([Zwei waagerechte Balken] + Ein nach oben zeigender Balken) +  Ein      längerer Balken
Bei den 4 Figuren in den Ecken der Karten Rad des Schicksals (Smith-Waite) und Die Welt (Smith Waite und Marseille) sind drei Tiere (Stier, Löwe, Adler)  und eines ist ein Mensch, bzw. ein Engel. Von den Tieren sind zwei Säugetiere (Stier, Löwe) und eines ist ein Vogel.
([Stier + Löwe] + Adler) + Mensch/Engel

Neugierig geworden habe ich mir einfach mal die vier Könige herausgesucht und probiert, ob sich das Gesetz auch auf sie anwenden lässt. Es geht:

Drei Könige richten ihren Blick in die Ferne (Kelchkönig, Schwertkönig, Stabkönig). der König der Münzen schaut nach unten. Von den drei gleichen schauen sind zwei von vorne zu sehen (Kelchkönig, Schwertkönig) und einer von der Seite (Stabkönig).
([Kelchkönig + Schwertkönig] + Stabkönig) + Münzkönig
Ich weiß nicht, ob mich diese vergleichende Betrachtung der Könige weiterbringt. Sicher trägt sie aber zu genauerem Hinschauen bei.

Ich finde das sehr interessant, obwohl ich bislang nicht herausgefunden habe, welchen Gewinn ich draus ziehen kann, d.h. welche Weisheit darin enthalten ist. Sollte dir etwas dazu einfallen, würde ich mich über eine Rückmeldung freuen.
Der Button für das Kommentarfeld befindet sich ziemlich unauffällig direkt unter der Überschrift.

Ursula

* Die Ausführungen der Autoren sowie die Zitate findest auf den
Seiten 36 – 38.

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